
Klimaschutz ist kein Verbrechen: Lena Schilling unterstützt aserbaidschanischen Klimaaktivisten
Schilling fordert Freilassung und spendet einen Teil ihres Gehalts für Menschenrechte und Klimagerechtigkeit
Dr. Gubad Ibadoghlu, Akademiker, Anti-Korruptions-Kämpfer und Kritiker der Öl- und Gasindustrie, befindet sich derzeit in Aserbaidschan unter Hausarrest. Er deckte Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden auf, die durch das korrupte Regime Aserbaidschans und die Öl- und Gasindustrie verursacht werden.
Zhala Bayramova, die Tochter von Dr. Gubad Ibadoghlu, setzt sich für die Freilassung ihres Vaters ein: „Mein Vater wurde für seine Kritik an der Öl- und Gasindustrie eingesperrt – und hat trotz einer dringend notwendigen Herzoperation, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Das Regime in Aserbaidschan unterdrückt kritische Zivilgesellschaft und hat mehr als 300 Personen als politische Gefangene inhaftiert.“
Lena Schilling fordert die Freilassung des Wissenschaftlers von Dr. Gubad Ibadoghlu: „Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist kein Verbrechen. Weltweit werden Aktivist:innen unter massiven Druck gesetzt. Jene, die für unsere Umwelt und soziale Gerechtigkeit kämpfen, werden unterdrückt, eingeschüchtert und teilweise politisch verfolgt. Die unermüdliche Arbeit, die Menschen auf den Straßen auf der ganzen Welt leisten, um für die Zukunft unseres Planeten und eine bessere Welt zu kämpfen, verdient unsere vollste Unterstützung und Anerkennung. Ihre Botschaften müssen die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Ich werde weiterhin mit jenen zusammenarbeiten, denen viel zu oft nicht zugehört wird. Hier wird mit wenigen Ressourcen so viel geleistet, deshalb möchte ich Zhala und ihren Vater sowie die NGO Global Witness auch finanziell unterstützen.
Wir dürfen nicht vergessen: Unsere Abhängigkeit von Gas und Öl zerstört das Leben von Menschen in den Förderländern. Deshalb setze ich mich bei den Verhandlungen COP-Resolution mit Nachdruck für klare EU-Klimaziele ein.“
Die Abgeordnete Lena Schilling wird halbjährlich ein brutto Monatsgehalt (10.000 Euro) spenden. Durch Zusammenarbeit und die finanziellen Ressourcen soll zivilgesellschaftliches Engagement und der Kampf für Klimagerechtigkeit weiter gestärkt werden. Die erste Spende geht an den Anwärter des europäischen Menschenrechtspreises Dr. Gubad Ibadoghlu sowie die NGO Global Witness. Ein anderer Teil geht wie bei weiteren Österreichischen Grünen an den „Grüne-Alternative Verein zur Unterstützung von BürgerInneninitiativen.“
_Hintergrund:_
Dr. Gubad Ibadoghlu, Anwärter für den Sacharow-Preis, den europäischen Menschenrechtspreis, befindet sich seit 21. April 2024 unter Hausarrest in Aserbaidschan. Er wurde am 23. Juli 2023 festgenommen. Gubad Ibadoghlu leidet unter anderem an einer Herzerkrankung. Sein Gesundheitszustand ist kritisch.
_Weiterführende Informationen:_
_www.freegubad.com_
www.globalwitness.org
Stefanie Wehlend
Pressesprecherin Lena Schilling
Telefon: +32499356375
E-Mail: stefanie.wehlend@europarl.europa.eu
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