
Mensch-KI-Beziehungen und „spielerische“ Erfahrungen für die Gesellschaft: Ausstellungen zu künstlerischer Forschung an der Angewandten
Doppelte Ausstellungseröffnung im Angewandte Interdisciplinary Lab (AIL) am 6. Mai in der Otto Wagner Postsparkasse
Die Beziehung zwischen menschlicher Kognition und künstlicher Intelligenz sowie multiperspektivische Kräfte des Spielerischen stehen im Fokus zweier Ausstellungen, die am 6. Mai im Angewandte Interdisciplinary Lab (AIL) in der Otto Wagner Postsparkasse am Georg-Coch-Platz 2 eröffnet werden. Die Universität für angewandte Kunst Wien gibt damit Einblick in jüngste Arbeiten und Erkenntnisse aus dem Spannungsfeld der künstlerischen Forschung.
So gehen die Künstler*innen Pamela Breda, Patrícia J. Reis und Ruth Schnell mit _The Unexpected. Enquiries on Human-AI Interaction _der Frage nach, welche Auswirkungen Künstliche Intelligenz (KI) auf Emotionen und Wahrnehmungen hat und reflektieren ihre ethischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Das Forschungsprojekt lädt auch mittels künstlerischer Arbeiten dazu ein, sich kritisch mit der doppelten Rolle der KI auseinanderzusetzen – als technisches Wunder und Herausforderung für die Menschheit. Während Pamela Breda in ihrem Film die Frage stellt, ob künstliche Intelligenz die menschliche Erfahrung erweitert oder auf subtile Weise die Essenz unserer Menschlichkeit untergräbt, schaffen Patrícia J. Reis und Ruth Schnell mit einer interaktiven Mixed-Reality-Installation eine immersive Umgebung, die auf den Einsatz von KI in mehreren kontroversen Bereichen verweist.
Ausgehend von der Erforschung und Erprobung alternativer Motivationen und Formen von Spielerfahrungen stellt die zweite Ausstellung _Monkeys, Machines, and Multiperspectivities – Transmissions from Within the Ludic Mind _konventionelle Vorstellungen von Handlungsfähigkeit und damit gesellschaftliche Strukturen in Frage. Multiperspektivität ist dabei ein Schlüsselkonzept: eine experimentelle Spielmechanik, die Perspektivwechsel ermöglicht. Was passiert, wenn wir unerwartet und oft die Spieler*innen-Position verändern und damit unterschiedliche Erfahrungen machen? Die Ausstellung basiert auf dem FWF-Projekt _The Psycholudic Approach. Exploring Play for a viable Future _und präsentiert Arbeiten künstlerischer Forscher*innen rund um Margarete Jahrmann, Professorin und Leiterin der Abteilung Experimental Game Cultures an der Angewandten – darunter das Spiel _Tree Game_, das von Besucher*innen immer wieder neu gezeichnet wird.
ERÖFFNUNG:
Universität für angewandte Kunst Wien
Isabella Pohl, BA MA
Telefon: +43171133 2004
E-Mail: isabella.pohl@uni-ak.ac.at
Website: https://dieangewandte.at/presse
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