IV: Europäisches Ja zu Mercosur ist ein Meilenstein für den freien Handel

Abstimmung ist ein positives Signal für die Industrie – Österreichs Haltung gegen Wohlstand und 1,2 Millionen Arbeitsplätze in der Exportwirtschaft ist unverständlich

In der Industriellenvereinigung (IV) trifft die heutige positive Abstimmung zum Mercosur-Abkommen auf große Erleichterung. „Dass das Abkommen, trotz des unverantwortlichen Handelns einiger weniger Länder abgeschlossen werden kann, ist grundsätzlich ein positives Signal für die europäische Wirtschaft“, so IV-Präsident Georg Knill in einer ersten Reaktion. Über 25 Jahre wurde das Abkommen mit Lateinamerika verhandelt, das etwa umfassende Zollbefreiung für EU-Warenexporte vorsieht und die europäischen Exporte in die Region um bis zu 39 Prozent steigern könnte. „Mercosur ist fair und gut verhandelt und ein wesentlicher Schub für unsere Wirtschaft. Seitens der österreichischen Regierung wäre es angezeigt gewesen, ein Signal zur Stärkung der Exportwirtschaft und der wirtschaftlichen Entwicklung insgesamt zu setzen, statt die Chancen zu verkennen und sich hinter alten Parlamentsbeschlüssen zu verstecken“, so Knill.

Trotz der positiven Abstimmung trifft die österreichische Haltung zum Mercosur-Abkommen auf großes Unverständnis. „Österreichs Industrie ist gekennzeichnet durch die längste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, hohe Inflation und tritt derzeit auf der Stelle. Die österreichische Haltung zu Mercosur ist ein Schlag ins Gesicht für die exportorientierte Wirtschaft, an der 1,2 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihren Familien hängen. Aufgrund von kleinlichen Partikularinteressen Österreich wesentliche Impulse für Wertschöpfung, Investitionen und Wohlstand zu verwehren ist mehr als unverständlich“, kommentiert Knill und meint weiter: „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen, Chancen verstreichen zu lassen sorgt für Irritationen in einem Land, das mehrheitlich von seiner internationalen Verflechtung lebt.“

Derzeit sind Österreichs Exporte rückläufig. Ökonomen zu Folge könnte das Mercosur-Abkommen bis zu 50 Prozent der durch die US-Zölle verursachten wirtschaftlichen Schäden in Österreich kompensieren. „Es ist klar, dass wir die US-Handelspolitik nicht maßgeblich beeinflussen können. Aber wir können sehr wohl Chancen wie das Mercosur-Abkommen nutzen, das Stabilität schafft und für regelbasierten Handel steht“, so Knill abschließend.

Weitere Infos finden Sie HIER sowie im IV-Positionspapier.

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