Forschung Austria: FTI-Pakt rasch absichern

Wettbewerbsfähigkeit Österreichs ist auf Forschung, Innovation und Technologie angewiesen.

In einer Zeit geopolitischer Unsicherheit, zunehmenden internationalen Wettbewerbsdrucks sowie tiefgreifender Transformationen sind Forschung, Technologie und Innovation (FTI) der entscheidende Hebel, um Standortqualität, Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten. „Es ist nun wesentlich, den FTI-Pakt für die Jahre 2027 bis 2029 mit einem klaren Wachstumspfad zu sichern und abzuschließen“, betont Brigitte Bach, Präsidentin von Forschung Austria, Österreichs Dachverband der außeruniversitären, anwendungsorientierten und wirtschaftsnahen Forschung und technologischen Entwicklung.

Österreich verfügt mit einer Forschungsquote von 3,35 % des BIP (2024) über eine solide Ausgangsbasis und zählt in Europa zu den „Strong Innovators“. Doch diese Position gerät zunehmend unter Druck. Während andere Länder ihre Investitionen in Forschung und Innovation gezielt ausbauen, stagniert die heimische Innovationsdynamik. Das Regierungsprogramm 2025–2029 bekennt sich ausdrücklich zu Forschung, Technologie und Innovation. Das Ziel einer Forschungsquote von vier Prozent des BIP bis 2030 bleibt dabei der zentrale Maßstab. Das würde einen deutlichen Zuwachs der Forschungsmittel erforderlich machen.

FTI-PAKT RASCH ABSCHLIESSEN

Dabei kommt dem FTI-Pakt 2027–2029 besondere Bedeutung zu. Dieser ist derzeit ausständig, obwohl die Budgetmittel im Bundesfinanzrahmengesetz 2026–2029 bereits beschlossen sind. Damit fehlt der zentrale Hebel, um die notwendigen Mittelsteigerungen für Forschung und Innovation verbindlich abzusichern. Ohne einen ambitionierten und finanziell ausreichend dotierten FTI-Pakt droht Österreich, weiter an Boden zu verlieren.

Die dreijährigen Leistungsvereinbarungen im Rahmen des FTI-Pakts haben sich als wirkungsvolles Instrument erwiesen. Sie schaffen Planungssicherheit, ermöglichen strategische Investitionen und geben Forschungseinrichtungen die notwendige Perspektive, um Kompetenzen aufzubauen und Innovationen erfolgreich in wirtschaftliche Anwendungen zu überführen.

Die Konzepte für die Weiterentwicklung der angewandten und wirtschaftsnahen Forschung liegen vor. Sie sind fachlich fundiert, realistisch und auf die Stärkung des Innovationsstandorts Österreich ausgerichtet. Was es jetzt braucht, ist eine rasche politische Entscheidung zur Umsetzung – und die klare finanzielle Absicherung im FTI-Pakt.

Daher appelliert Forschung Austria eindringlich an die Bundesregierung, den FTI-Pakt zeitnah und mit einem klaren Wachstumspfad abzusichern. Forschung, Technologie und Innovation sind keine budgetäre Randfrage – sie sind die Voraussetzung dafür, dass Österreich auch in Zukunft wettbewerbsfähig, souverän und resilient bleibt.

ÜBER FORSCHUNG AUSTRIA

Forschung Austria ist der gesamtösterreichische Dachverband der außeruniversitären, anwendungsorientierten und wirtschaftsnahen Forschung und technologischen Entwicklung. Als technologiepolitische Vorfeldorganisation und Interessenvertretung bündelt Forschung Austria die Stärken ihrer Mitgliedseinrichtungen, fördert die Kooperation von Bund, Ländern, Wissenschaft und Wirtschaft und erleichtert Unternehmen den Zugang zu Forschung, Technologieentwicklung und Innovation. Gemeinsam verfügen die Mitglieder über das Know-how von rund 3.000 hochqualifizierten Expert:innen und ein international konkurrenzfähiges Leistungsspektrum – von anwendungsorientierter Forschung und technologischer Entwicklung über Mess- und Prüfwesen bis hin zu Beratung und Ausbildung. Mitglieder von Forschung Austria sind das AIT Austrian Institute of Technology, Joanneum Research, Salzburg Research, Silicon Austria Labs (SAL), Austrian Cooperative Research (ACR), die Hochschule Burgenland sowie Upper Austrian Research (UAR).

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Mag.a DIin DR.in Brigitte Bach
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