Gewerkschaften PRO-GE und GPA: Industriestrategie schafft klaren Handlungsrahmen für aktive Standortpolitik

Fachkräfteoffensive ist wesentlicher Baustein, der Arbeitsplätze in Österreich sichert

Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA begrüßen die heute von der Bundesregierung vorgestellte Industriestrategie. „Österreich hat jetzt einen klaren Handlungsrahmen für eine aktive Industriepolitik bis 2035. Das stärkt den Standort und gibt Sicherheit für Arbeitnehmer:innen und Betriebe. Denn angesichts der geopolitischen Veränderungen und der ökologischen und digitalen Transformation der Industrie ist es notwendig, dass die Politik gestaltend eingreift”, betonen Reinhold Binder (PRO-GE-Bundesvorsitzender) und Mario Ferrari (GPA-Bundesgeschäftsführer).

Die Gewerkschaften sehen in der neuen Industriestrategie eine große Chance, um die vielen Stärken erfolgreich weiterentwickeln zu können. „Die österreichische Industrie ist innovationsfreudig, und die gut ausgebildeten sowie engagierten Arbeitskräfte tragen maßgeblich zum Erfolg bei. Mit der Industriestrategie kann dieses Potenzial voll ausgeschöpft werden und Österreich wieder ins Spitzenfeld der wettbewerbsfähigsten Nationen aufsteigen“, so Binder und Ferrari.

Für die beiden Gewerkschafter sind vor allem die Unterstützung jener Branchen, die in Österreich führend sind, die gezielte Förderung bzw. Ausrichtung auf produktionsnahe Forschung und Entwicklung, die Senkung der Energiekosten und die bessere Nutzung von Rohstoffen – Stichwort Kreislaufwirtschaft – zentral, um den Produktionsstandort zukunftsfit zu machen. Zusätzlich werden bestimmte Entlastungen wie etwa der Industriestrompreis schnell wirken und aus Sicht der Industriegewerkschaften die Wettbewerbsfähigkeit von energieintensiven Branchen rasch verbessern und damit auch Arbeitsplätze sichern.

Darüber hinaus zeigen sich die beiden erfreut, dass die von den Gewerkschaften schon lange geforderte Fachkräfteoffensive umgesetzt wird. Diese richtet sich unter anderem besonders an jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits in Betrieben arbeiten, jedoch keine oder eine nicht branchenspezifische Berufsausbildung haben. Während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses und ohne finanzielle Einbußen soll die Qualifizierungsoffensive künftig eine branchenspezifische Berufsausbildung (z. B. Lehre bzw. Lehrabschluss) ermöglichen.

„Österreichische Produkte zeichnen sich durch hohe Qualität aus, dafür braucht es gut ausgebildete Facharbeitskräfte. Der Mensch steht daher in Mittelpunkt. Die Aus- und Weiterbildungsoffensive ist ein wesentlicher Baustein für einen erfolgreichen Industriestandort. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft und sorgt somit auch dafür, dass hochwertige Industriearbeitsplätze in Österreich erhalten bleiben“, sagen Binder und Ferrari.

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