Hochschulstrategie 2040: Potenzial für die erfolgreiche Zukunft des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Österreich nützen

IV fordert klare Standortverantwortung der Hochschulen, modernes Studien- und Weiterbildungsangebot und mehr Forschungsexzellenz und Technologietransfer

„Die geplante Hochschulstrategie 2040 des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung hat großes Potenzial, die Wettbewerbsfähigkeit und die internationale Sichtbarkeit des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Österreich zu steigern. Wir brauchen Hochschulen mit klarer Verantwortung für den Standort, ein auf die Zukunft ausgerichtetes Studien- und Weiterbildungsangebot, insbesondere im MINT-Bereich, und eine kluge Gesamtsteuerung“, betonte Patricia Neumann, Vizepräsidentin der Industriellenvereinigung (IV) und Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Österreich, bei der Veranstaltung „Hochschulstrategie 2040 – Visionen für ein zukunftsfähiges Hochschulsystem in Österreich“ am 15. Jänner im Haus der Industrie.

Unklare Erwartungen an das Studium und mögliche Berufsfelder, lange Studienzeiten und hohe Abbruchquoten müssten der Vergangenheit angehören. Studierende sollten praxisnah Zukunftskompetenzen erwerben und fit für den Arbeitsmarkt sein. „Unsere national und international sehr gut vernetzten Hochschulen müssen sich noch mehr als Innovationsmotoren positionieren: Forschungsexzellenz und Technologietransfer gehören ins Zentrum eines strategischen Dialogs mit Unternehmen. Dieses Verständnis muss sich in der Hochschulstrategie 2040 widerspiegeln – mit ambitionierten Benchmarks und rascher Umsetzung“, so Neumann.

Ziel der IV-Veranstaltung war, zentrale Handlungsfelder und Visionen für die Hochschulstrategie 2040 aus Sicht der verschiedenen Hochschulsektoren und der Industrie zu diskutieren. Heinz Faßmann (Österreichische Akademie der Wissenschaften), Brigitte Ecker (Wirtschaftspolitisches Zentrum Research), Therese Niss (Mitterbauer Beteiligungs GmbH und Initiatorin der MINTality Stiftung zur Förderung von Mädchen in MINT-Berufen), Brigitte Hütter (Österreichische Universitätenkonferenz), Beatrix Karl (Rektorinnen- und Rektorenkonferenz der österreichischen Pädagogischen Hochschulen), Ulrike Prommer (Österreichische Fachhochschul-Konferenz) und Migrationsexperte Rainer Münz thematisierten zukunftsfähige Hochschulen, internationale Forschungsexzellenz, mehr Awareness für die Bedürfnisse der Industrie sowie globale Megatrends wie Digitalisierung, Internationalisierung und demografischer Wandel.

FACHHOCHSCHULEN UND EXZELLENTE UNIVERSITÄTEN SIND UNVERZICHTBARE PARTNER FÜR DIE INDUSTRIE, PROFILSCHÄRFUNG IN FORSCHUNG UND LEHRE SIND DABEI UNERLÄSSLICH

Die Herausforderungen aus Sicht der Industrie sind klar: Drei von vier Unternehmen leiden selbst in der Rezession unter Personalproblemen in Technik & Produktion, IT, Daten- und Prozessmanagement sowie Forschung & Entwicklung. Zwei Drittel der Leitbetriebe kooperieren häufig mit österreichischen Universitäten – doch nur 13 Prozent erleben die Hochschulen als proaktiv bei der Kooperationsanbahnung.

„Nur gemeinsam mit starken und agilen Hochschulen können wir Europas Wettbewerbsfähigkeit sichern, Technologien auf Weltklasseniveau entwickeln und den Innovationsnachwuchs in Österreich sicherstellen. Wir müssen die drohende Erosion des Wohlstands abwenden und den Standort zu neuer Konkurrenzfähigkeit führen. Dafür braucht es einen offenen, regelmäßigen Dialog zwischen Unternehmen und Hochschulen – mit Blick auf Megatrends, globale Entwicklungen und Schlüsselqualifikationen. Im Rahmen der Hochschulstrategie sollen die Profile der einzelnen Hochschulsektoren in Forschung und Lehre klarer geschärft, Stärkefelder definiert und ihre Zusammenarbeit im Sinne einer neuen Arbeitsteilung geklärt werden. Somit können wir uns gerade in der Entwicklung von Schlüsseltechnologien eine Vorreiterposition erarbeiten und Effizienzen und Synergieeffekte können bestmöglich genützt werden“, unterstreicht Therese Niss abschließend.

Weitere Informationen unter: https://beste-bildung.at/hochschulen/

Industriellenvereinigung
Marlena Mayer, BA
Telefon: +43 (1) 711 35-2315
E-Mail: marlena.mayer@iv.at
Website: https://www.iv.at

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