SPÖ-Heide: Europäisches Sportmodell und Nutzer:innen schützen – Online-Piraterie keine Chance lassen!

EU-Abgeordneter Hannes Heide bringt Kampf gegen Online-Piraterie auf EU-Agenda

Heute lenkt das Europäische Parlament in Straßburg in einer Debatte im Beisein der EU-Kommission den Fokus auf das Thema Online-Piraterie. Hannes Heide, Kultursprecher der Europäischen Sozialdemokrat:innen, hat bereits im November auf die besorgniserregenden Zahlen hingewiesen und hat sich dafür eingesetzt, das Thema auf die Plenaragenda zu setzen: „ Bei Piraterie denken viele an ,Fluch der Karibik und Johnny Depp – bei Online-Piraterie handelt sich jedoch um eine reelle kriminelle Bedrohung: Ein vermeintlich günstiges Abo, um Fußballspiele zu streamen oder das verlockende Angebot, gratis einen neu erschienenen Film im Internet anzusehen – viele Menschen, insbesondere junge, sind bereits auf diese Versuchung hereingefallen. Doch was als kostensparsame Alternative zu teureren Streamingangeboten lockt, wird zur Betrugsfalle für Nutzer:innen. Fast 40 Prozent der Nutzer:innen von illegalen Streaming-Plattformen sind von Kreditkartenbetrug betroffen. Gleichzeitig entgehen Sportvereinen oder Filmschaffenden hohe Summen: Bis zu 30 Milliarden Euro verschwinden jährlich in dunklen Kanälen. Online-Piraterie bei Fußballspielen und Co. führt dazu, dass weniger Geld für die Nachwuchsförderung und den Ausbau von Infrastruktur zur Verfügung steht. Das ist fatal, da Sport in Europa eine wichtige Rolle einnimmt in Bezug auf die Förderung von Integration, Jugend und von Gemeinden. Wenn wir dem Sport und insbesondere der Nachwuchsförderung die Finanzierungsgrundlage entziehen und stattdessen Kriminellen zum Erfolg verhelfen, ist das europäische Sportmodell gescheitert und somit einer der Träger unserer europäischen Werte.“ ****

Hannes Heide fordert schnellstmöglich eine Vorlage eines Gesetzesentwurfes durch die EU-Kommission: „Online-Piraterie ist kein Kavaliersdelikt, sondern systematischer Diebstahl. Wir brauchen eine einheitliche europäische Lösung für dieses europäische Problem mit verbindlichen Regeln statt nur Empfehlungen. In zu vielen Mitgliedsstaaten dauert es noch immer viel zu lange, bis illegale Streams aus dem Netz genommen werden. Gleichzeitig greifen bestehende Regeln bei Live-Übertragungen nicht: Wird ein illegaler Stream erst entfernt, wenn das Fußballspiel abgepfiffen oder die Zugabe eines Konzerts vorbei ist, ist der Schaden nicht mehr gutzumachen. Wenn die nationalen Behörden künftig besser auf Basis eines gemeinsamen Regelwerks kooperieren, können wir in Zukunft viel schneller, effizienter und umfassender vorgehen.“ (Schluss) ls

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
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