
Taskforce „Vorsorgeabklärung Luftqualität“: Luftmessungen bereits gestartet
Gemeinden können sich bei der Taskforce melden, wenn sie Plätze betesten lassen wollen
DIE TASKFORCE „VORSORGEABKLÄRUNG LUFTQUALITÄT“ HAT IHRE ARBEIT AUFGENOMMEN, DABEI WURDEN ERSTE LUFTMESSUNGEN BEREITS ANGEORDNET. ALLE ERGEBNISSE WERDEN AUF DER WEBSITE DES LANDES BURGENLAND UNTER WWW.BURGENLAND.AT/TASKFORCE VERÖFFENTLICHT. FÜR DIE BEVÖLKERUNG WURDE EINE HOTLINE EINGERICHTET: 057 600 1027. DIE GEMEINDEN KÖNNEN SICH BEI DER TASKFORCE MELDEN, WENN SIE PLÄTZE BETESTEN LASSEN WOLLEN. „DIE TASKFORCE HAT KAPAZITÄTEN, UM ÜBER DIE DERZEIT GEPLANTEN TESTPUNKTE HINAUS BIS ZU 100 STELLEN RASCH ZU BETESTEN“, BETONTE MAG. ANDREAS TEMMEL, VERTRETER DER LANDESVERWALTUNG IN DER TASKFORCE. DIE ERGEBNISSE WERDEN DIE BASIS FÜR WEITERE MASSNAHMEN SEIN, WENN ERFORDERLICH. UNIV.-PROF. DR. HANNS MOSHAMMER, STELLVERTRETENDER LEITER DER TASKFORCE: „ES GEHT AUSSCHLIESSLICH UM DIE FRAGE, OB ASBESTFASERN FREIGESETZT WERDEN UND DIESE ÜBER DIE LUFT AUF DIE BEVÖLKERUNG WIRKEN KÖNNEN. DAS REINE VORLIEGEN VON ASBESTHALTIGEN MATERIALIEN STELLT GRUNDSÄTZLICH NOCH KEINE GEFÄHRDUNG DAR. DIE GEFÄHRDUNG ERGIBT SICH ERST DURCH FREISETZUNG VON WHO-FASERN IN DIE LUFT.“.
Die Taskforce stehe für wissenschaftlich fundierte und normgemäße Vorgangsweisen und daher ist festzuhalten, so Moshammer weiter, „dass bei den gegenständlichen Witterungsbedingungen (Regen, Kälte, hohe Luftfeuchtigkeit) bereits mit Messungen begonnen wurde, aber die Repräsentativität der Ergebnisse nicht vollständig gegeben sein kann. Bei den jetzigen Bedingungen können keine relevanten Mengen an Asbestfasern freigesetzt werden. Daher besteht zum jetzigen Zeitpunkt kein unmittelbarer Bedarf an aufwendigen und allenfalls beschränkenden Maßnahmen. Mittel- und langfristig sind Maßnahmen zu überlegen, welche allerdings erst nach dem Vorliegen von repräsentativen Daten zur Luftbelastung formuliert werden können“.
Aus diesem Grund werden die Messungen über einen längeren Zeitraum und insbesondere auch über sich ändernde Witterungsbedingungen durchgeführt. Diese Mess-Strategie soll durch Modellierungen unterstützt und geleitet werden. Das ist notwendig, um dem wissenschaftlichen Stand der Technik zu entsprechen.
Die Taskforce ist in erster Linie dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung verpflichtet und so auch alle zu treffenden Maßnahmen auf dieses Schutzziel ausgerichtet sind, was selbstverständlich auch die Arbeitnehmer:innen in den entsprechenden Betrieben mit einschließt. Gemeinden können jedenfalls über die Taskforce Luftmessungen in ihren Bereichen kurzfristig veranlassen und werden innerhalb von kurzer Zeit auch die Ergebnisse bekommen. Seitens des Landes ist es wichtig, dass die Untersuchungen auf streng wissenschaftlicher Basis und gemäß den Normen erfolgen. Alles andere würde nur zu einer Verunsicherung der Bevölkerung führen.
Die Taskforce wurde eingesetzt, um die weiteren Schritte fachlich und wissenschaftlich zu begleiten. Ziel ist es, Luftmessungen als entscheidendes Kriterium für die gesundheitliche Bewertung systematisch durchzuführen, über einen längeren Zeitraum vergleichbar zu erfassen und fachlich einzuordnen. Die fachliche Arbeit der Taskforce setzt an, Messergebnisse medizinisch korrekt einzuordnen. Messungen über einen längeren Zeitpunkt sind notwendig, um Vergleichbarkeit herzustellen. Sie besteht aus Experten aus Umweltmedizin, Forschung, Verwaltung und Recht. Geleitet wird sie vom Assoz. Prof. DI Dr. Hans-Peter Hutter, Med Uni Wien beziehungsweise seinem Vertreter Univ.-Prof. Dr. Hanns Moshammer. Weiters besteht die Taskforce aus Mag. Andreas Temmel, dem gerichtlichen Asbest-Sachverständigen DI Michael Kochberger, dem Molekularbiologen und Vorsitzenden des Expertenbeirats für Forschung des Landes Univ.-Prof. Dr. Ulrich Elling, Landesumweltanwalt DI Dr. Michael Graf, Dr. Markus Schreier, Amtsarzt und Vertreter der burgenländischen Landessanitätsdirektion, und der Amtssachverständige DI Dr. Andrea Schröck. Der Austausch mit den zuständigen Ministerien erfolgt regelmäßig.
Für Fragen und Informationen steht der Bevölkerung die Hotline 057 600 1027 von Montag bis Donnerstag, von 7.30 bis 16 Uhr, und freitags, von 7.30 bis 13 Uhr, zur Verfügung.
Land Burgenland, Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sabine Bandat
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