
„Tod im Skigebiet“: Auftakt für „True Stories“-Krimi-Dokureihe „Landverbrechen“
Am 5. Februar um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON; danach: „Jäger und Gejagte: Der Tod von Pius Walder“
Spektakuläre und mysteriöse Kriminalfälle aus Österreichs jüngster Vergangenheit, erzählt aus der Perspektive der Region, in der das Verbrechen verortet wird: Die ORF-1-Krimi-Dokureihe „Landverbrechen“ bietet True-Crime-Spannung mit einem Blick hinter die Kulissen und authentischem Lokalkolorit. Geografische und gesellschaftliche Eigenheiten, lokale und regionale Gegebenheiten bilden die Kulisse und sind Spiegel eines aufsehenerregenden Verbrechens sowie der damit verbundenen Ermittlungen. In „Tod im Skigebiet“ – der ersten, von Lukas Sturm und Stefan Gavac gestalteten Ausgabe – dreht sich am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON alles um einen lange mysteriös gebliebenen Mordfall, der sich in einem Hochtal in den Tiroler Alpen ereignet hat. Um 21.05 Uhr folgt Liza Enzingers Dokumentation „Jäger und Gejagte: Der Tod von Pius Walder“.
True Stories: „Landverbrechen – Tod im Skigebiet“ (20.15 Uhr)
In der Nacht auf den Heiligen Abend 2005 verschwindet im kleinen Tiroler Bergdorf Zöblen der 25-jährige Raven Vollrath. Raven hatte in der Urlaubergemeinde im Tannheimer Tal als Saisonarbeiter für die Skisaison angeheuert. Im Winter locken hier Bergidylle, Schnee und ein Skigebiet, man lebt vom Tourismus. Erst Monate nach Ravens Verschwinden finden Wanderer seinen halb verwesten Leichnam in einem Bachbett nahe des Skilifts der Ortschaft. Die Behörden schließen Fremdverschulden aus und legen den Fall rasch zu den Akten. Doch Ravens Eltern wollen das nicht glauben, beginnen selbst zu ermitteln und lassen nicht locker. Die Recherchen des ORF-Journalisten Zoran Dobrić für die ORF-Sendung „Thema“ schließlich decken schwere Versäumnisse der Behörden auf. Es sollten Jahre vergehen, bis es nicht mehr zu übersehen ist, dass Raven Opfer einer Mordtat geworden war und sein Mörder gefasst wird. „Landverbrechen“ erzählt nicht nur von einem lange ungeklärten Mord, sondern von einem Tal, in dem Saisonarbeiter kommen und gehen, Abhängigkeiten bestehen und Störungen unerwünscht sind. Eine Geschichte über Eltern, die zu Ermittlern werden mussten. Über Solidarität und Zivilcourage in einer abgeschlossenen Welt. Und über den hohen Preis, den Wahrheit haben kann – gerade dort, wo man sie nicht hören will.
True Stories: „Jäger und Gejagte: Der Tod von Pius Walder“ (21.05 Uhr)
Es ist der 8. September 1982 im Villgratental in Osttirol. In der abendlichen Dämmerung fallen in der „Hölleiten“ Schüsse. Sie gelten einem jungen Mann mit geschwärztem Gesicht: Pius Walder, ein Holzfäller, erschossen im Wald, auf der Flucht vor zwei Jägern. Noch in derselben Nacht erliegt er im Spital seinen Verletzungen. Am Tag darauf legen die beiden Schützen bei der Lienzer Kriminalpolizei ein Geständnis ab. Der Tod von Pius Walder wird zum Politikum, das das Tal noch Jahrzehnte später in Atem hält.
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