Offener Brief der Hotellerie und Gastronomie an vida-Hebenstreit

Offener Brief der Obleute der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie, Georg Imlauer und Alois Rainer, an den Vorsitzenden der Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit:

Dass seitens der Gewerkschaftsspitze kurz vor anstehenden Kollektivvertragsverhandlungen regelmäßig versucht wird, öffentlich Stimmung zu machen, ist bekannt. Ebenso, dass dabei Arbeitgeber:innen immer wieder pauschal angegriffen werden – unter Roman Hebenstreit sind wir diese Vorgangsweise leider fast schon gewohnt. Selbst den Medien sind die Ausritte von Roman Hebenstreit nur mehr Kurzmeldungen wert, weil Sie, Herr Hebenstreit, mit den immer gleichen negativen Botschaften versuchen Stimmung zu machen.

Mit der Aussendung vom 2. Februar wurde jedoch eine rote Linie überschritten: In einer vor populistischen Anwürfen nur so strotzenden Medienmitteilung wird anhand von Einzelbeispielen versucht, einen gesamten Wirtschaftszweig – und damit auch Arbeitnehmer:innen – zu kriminalisieren und zu diskreditieren. Wer eine ganze Branche in dieser Form unter Generalverdacht stellt, schadet allen Beteiligten. Nicht, weil Kritik unerwünscht wäre, sondern weil pauschale Unterstellungen Vertrauen zerstören, das die Basis der Sozialpartnerschaft ist.
Während wir auf eine langfristige, wertschätzende und zielführende Zusammenarbeit setzen, müssen wir nun zur Kenntnis nehmen, dass Sie als Gewerkschaftsvorsitzender der vida mit kurzfristiger Polemik genau diese über Bord werfen.

Andreas Jilly

Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich

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