
Disoski/Grüne: Vier Jahre russischer Angriffskrieg – Solidarität mit der Ukraine heißt mehr Verantwortung, bilateral und europäisch
Stärkere Sanktionen gegen Russland, verstärkte humanitäre Hilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau sind unerlässlich
Am 24. Februar 2026 jährt sich der Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zum vierten Mal. „Seit vier Jahren bringt Russland mit seinem brutalen Angriffskrieg unermessliches Leid über Millionen Menschen – mit verheerenden humanitären, sicherheitspolitischen und auch ökologischen Folgen für ganz Europa“, sagt Meri Disoski, außen- und europapolitische Sprecherin der Grünen. „Putins Ziel ist klar: Europa zu spalten und zu schwächen, um seine imperialistische Großmachtfantasie durchzusetzen.“
„Die systematische Zerstörung ziviler Infrastruktur ist zu einem grausamen Markenzeichen dieses Krieges geworden. Kraftwerke, Stromnetze, Heizwerke und Wasserleitungen werden gezielt bombardiert. Familien sitzen bei Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung, ohne fließendem Wasser in zerstörten Wohnungen und kämpfen ums Überleben – ältere Menschen, Kinder und Kranke sind besonders gefährdet. Diese Strategie der Einschüchterung und Zermürbung richtet sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung und beweist das unfassbar brutale und verbrecherische Vorgehen Putins“, so Disoski.
Mit Blick auf die kommende aktuelle Europastunde im Parlament übt Disoski scharfe Kritik an der FPÖ: „Wenn die FPÖ wörtlich ein Ende von ‚Geldgeschenken‘ an die Ukraine fordert und so tut als wäre die Unterstützung der Ukraine eine Verletzung der Neutralität, dann ist das eine gefährliche Relativierung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges, für den alleinig der Aggressor Russland die Verantwortung trägt“, sagt Disoski.
„Neutralität bedeutet nicht wegzusehen, wenn nur wenige hundert Kilometer entfernt ein autoritärer Machthaber mit Gewalt Grenzen verschieben will. Es ist hochproblematisch und für die Sicherheit unseres Landes ein bedeutendes Risiko, dass die stimmenstärkste Partei dem Aggressor und seinen Zielen in der Ukraine offenkundig nähersteht, als den Millionen Angegriffenen. Doch wer, wie die FPÖ, die Solidarität mit der Ukraine infrage stellt, spielt jenen in die Hände, die Europa spalten und schwächen wollen – allen voran natürlich Russland“, hält Disoski fest.
„Frieden kann es nur auf Basis des Völkerrechts und der territorialen Integrität der Ukraine geben. Europa muss Putin klar machen, dass dieser Krieg keinen Erfolg haben wird. Die EU muss weiterhin wirtschaftlich Druck ausüben, gleichzeitig braucht es umfassende Unterstützung für die Ukraine – bilateral wie auf europäischer Ebene. Mit dem Jahrestag erneuern wir unser Versprechen: Wir stehen fest an der Seite der Ukraine. Solidarität heißt handeln – und Verantwortung übernehmen für ein freies, demokratisches und friedliches Europa“, schließt Disoski.
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