Ö1: Neue Homebase für „Zeit-Ton“ und „Blaue Stunde“ mit akustischer Kunst und zeitgenössischer Lyrik

Auf Ö1 gibt es künftig eine neue Homebase für zeitgenössische Musik: „Zeit-Ton“ ist ab 1. März sonntags jeweils ab 19.05 Uhr zu hören und bringt drei Stunden lang an diesem Sendeplatz Neue und experimentelle Musik zwischen Konzertsaal, Club und gesellschaftlicher Reflexion. Am 2. März startet die „Blaue Stunde“ (montags, 21.00 Uhr) als Plattform für akustische Kunst und zeitgenössische Lyrik.

Das Interesse an zeitgenössischer Musik nimmt stetig zu. Das zeigen die jüngsten Besucherrekorde von Festivals wie Wien Modern und Elevate in Graz. Das sind nur zwei Beispiele für ein Phänomen: Die Palette an soziomusikalischen Kontexten, die das zeitgenössische Musikleben heute prägen, wird immer reicher. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass man dieser Tage in Konzertprogrammen auch Experimentellem begegnet, ist so hoch wie noch nie zuvor. Ein Grund dafür darf wohl in der weltweiten digitalen Vernetzung gesehen werden, die den Zugang zu allen erdenklichen Musikformen von Grund auf vereinfacht hat. Heute wird alles mit allem in Beziehung gesetzt und dabei werden immer wieder neue Musikterritorien entdeckt. Diesem Trend entsprechend erhält „Zeit-Ton“ einen neuen Sendeplatz am Sonntag. Ab dem 1. März wird ab 19.05 Uhr drei Stunden lang Neue und experimentelle Musik aus allen Richtungen präsentiert. Werke für Ensemble und Orchester, Improvisationen, Klangkunst, experimentelle Club-Musik, Musiktheater – all das und noch mehr gibt es in Zukunft am Sonntagabend in Ö1 zu hören. In der ersten „Zeit-Ton“-Stunde bietet ein wöchentliches Magazin einen punktuellen Ausblick auf bevorstehende Veranstaltungen und präsentiert spannende Neuveröffentlichungen. Die darauffolgenden zwei Sendestunden bieten Raum, um in die Tiefe zu gehen. Die Sendungsgestaltung reicht dabei von Künstler:innen- und Label-Portraits über Musikanalysen und Reportagen bis hin zu der Präsentation ausgewählter Konzerte, die Ö1 exklusiv aufnimmt. Am Sonntag, den 1. März sind in „Zeit-Ton“ etwa zwei hochkarätige Live-Mitschnitte zu hören – ein Klavierkonzert für Vikingur Ólafsson von John Adams und eine komponierte Erinnerung an den eigenen Vater von Olga Neuwirth – und Thomas Wally analysiert die „Kafka-Fragmente“ für Sopran und Violine von György Kurtág.

Zwtl.: Die „Blaue Stunde“ mit akustischer Kunst und zeitgenössischer Lyrik

In der neuen Reihe „Blaue Stunde“ wird jeweils montags ab 21.00 Uhr akustische Kunst, Radiokunst und zeitgenössische Lyrik produziert und präsentiert, kontextualisiert und in den aktuellen Diskurs eingebettet. Gemeinsam mit den jeweiligen Szenen, Künstler:innen und Netzwerken wird ein intermedialer Laborraum geschaffen.

In der ersten Sendung am 2. März werden Hannah Hinsch und Juri Baumgartner („Club der Harmonie“), die Klangkünstlerin Isabella Forciniti und der Sound-Poetry-Artist Jörg Piringer live die Thematik „Blaue Stunde“ beschwören. Das „Blaue Stunde“-Magazin (9. März) beinhaltet u. a. die Rubrik „Commenting Sounds“, die Glosse „Lässig to be“, wo Hypes und Trends der Kunstszene hinterfragt werden, und „Das aktuelle Gedicht“. Im Mentor:innenprogramm „Sprache-Kunst/Kunst-Sprache“ schlagen Multiplikator:innen aus der Welt der Literatur wie der Leiter der schule für dichtung Nicolas Mahler interessante künstlerische Positionen vor – am 16. März wird die Arbeit des Schriftstellers und Musikers Lukas Meschik vorgestellt. Am 23. März stehen unter dem Titel „Krähe, Taube, Mücke / Zicksee, Indien, Liebelei“ acht Kurz-Hörspiele auf dem Programm, die von den Autor:innen gemeinsam mit Sound-Design-Studierenden inszeniert wurden. Hanne Römers Hörstück „L U F T stück der Forscherin“ steht am 30. März im Mittelpunkt der „Blauen Stunde“. Das Programm von Ö1 im Detail ist abrufbar unter https://oe1.orf.at/.

ORF Radio Öffentlichkeitsarbeit
Isabella Henke
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