SPÖ-Grossmann: Sicherheit von 20 Millionen Frauen liegt in Händen der EU-Kommission!

EU-Abgeordnete fordert ambitionierte Maßnahmen zur Umsetzung der Bürger:inneninitiative „My Voice, My Choice“

Morgen wird die Europäische Kommission bekannt geben, welche Maßnahmen sie als Reaktion auf die Europäische Bürger:inneninitiative „My Voice, My Choice“ ergreifen will. Die Initiative setzt sich für sicheren und zugänglichen Schwangerschaftsabbruch in der gesamten Europäischen Union ein und wurde von mehr als 1,2 Millionen Bürger:innen unterstützt. Auch das Europäische Parlament hat sich in einer Plenarabstimmung klar für konkrete Maßnahmen ausgesprochen. SPÖ-EU-Abgeordnete und frauenpolitische Sprecherin Elisabeth Grossmann richtet vor der morgigen Entscheidung einen eindringlichen Appell an die Kommissar:innen: „Die Stimmen von über einer Million Europäer:innen dürfen nicht ignoriert werden. Noch immer haben rund 20 Millionen Frauen in Europa keinen sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, weil dieser in ihrem Land verboten, massiv eingeschränkt oder schlicht nicht leistbar ist. Mit ihrer Unterstützung der Initiative haben europäische Bürger:innen unmissverständlich klargemacht: Sie wollen keine weiteren Schlagzeilen über Frauen lesen, die sterben mussten, weil Ärzt:innen aus Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen nicht eingegriffen haben. Sie wollen keine Geschichten mehr von Betroffenen hören, die gezwungen waren, heimlich und unter gefährlichen Bedingungen abzubrechen. Sie wollen, dass ihre Freundinnen, ihre Töchter und ihre Schwestern selbstbestimmt über ihren eigenen Körper und ihre eigene Zukunft entscheiden können.“ ****

Grossmann weiter: „Mit Ursula von der Leyen steht erstmals in der Geschichte der Europäischen Union eine Frau an der Spitze der Kommission. Jetzt ist der Moment zu beweisen, dass Frauen, wenn sie Verantwortung tragen, andere Frauen schützen und sich für ihre Selbstbestimmung einsetzen. Doch auch von unserem österreichischen Kommissar Brunner erwarten wir eine klare und unmissverständliche Haltung. Unser Brief an ihn ist bislang unbeantwortet geblieben. Die Sicherheit und Gesundheit von Millionen Frauen liegt nun in den Händen der 27 Kommissarinnen und Kommissare. Wir fordern sie eindringlich auf, die richtige Entscheidung für die Sicherheit und Selbstbestimmung von Millionen Frauen in Europa zu treffen.” (Schluss) bj

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
Jasmin Wagner
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