Bundesheer verstärkt Truppe: 473 Unteroffiziere übernehmen Führungsverantwortung

Feierliche Übernahme der Wachtmeister in das Bundesheer

Am Freitag, dem 27. Februar – am Tag der Wachtmeister, wurden in Enns 473 junge Unteroffiziere, darunter 27 Frauen, feierlich in das Bundesheer übernommen. Der Festakt erfolgte im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landtagsabgeordneter Wolfgang Stanek in Vertretung des Landeshauptmanns von Oberösterreich und Generalstabschef General Rudolf Striedinger. Die neunte Kaderanwärterausbildung verzeichnet eine klare Aufwärtstendenz: Die Zahl der positiven Abschlüsse ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – bei den Miliz-Unteroffizieren um sechs Prozent und bei den Berufsunteroffizieren sogar um zehn Prozent.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „473 neue Unteroffiziere bedeuten 473 Führungspersönlichkeiten mehr für unser Bundesheer. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Soldatinnen und Soldaten – im Einsatz, in der Ausbildung und im täglichen Dienst für die Sicherheit unseres Landes. Die steigenden Zahlen zeigen uns, dass die „Mission Vorwärts“ wirkt. Mein Dank gilt allen Absolventinnen und Absolventen für ihren Einsatzwillen und ihre Leistungsbereitschaft – sie sind das starke Rückgrat unserer Truppe.“

Nach einer 18-monatigen Ausbildung übernehmen die ausgemusterten Wachtmeister Verantwortung für die Truppe als Gruppenkommandanten bei Einsätzen im In- und Ausland und in der Ausbildung der Rekruten des Bundesheers. 371 Berufssoldaten, davon 25 Frauen und 102 Milizsoldaten, darunter zwei Frauen, absolvierten die Abschlussprüfungen der Unteroffiziersausbildung. 131 der Berufs- und Milizsoldaten, davon zehn Frauen, stammen aus Niederösterreich, gefolgt von der Steiermark mit 75 Teilnehmer, davon fünf Frauen. Danach reihen sich Salzburg mit 57 (drei Frauen), Wien mit 57 (eine Frau), Kärnten mit 51 (vier Frauen) und Oberösterreich mit 47 jungen Wachtmeistern ein. Es folgen das Burgenland mit 26 (eine Frau), Tirol mit 18 (zwei Frauen) und Vorarlberg mit 11 jungen Wachtmeistern, darunter eine Frau. Stellvertretend für alle Absolventen wurden sieben Absolventen, darunter die vier Lehrgangssprecher, die Frauenbeauftragte und ein Vertreter der Miliz, zum Wachtmeister befördert.Der Jahrgangsbeste, Wachtmeister Heinrich Piaty (Steiermark), vom Jägerbataillon 17, erreichte neun Auszeichnungen. Seine erbrachte Leistung wurde mit der Überreichung des goldenen Heeresunteroffiziersakademie-Rings gewürdigt.

Die Absolventen der 9. Kaderanwärterausbildung wählten als Jahrgangsnamen „Zugsführer Kaspar Wallnöfer“. Oberjäger Wallnöfer wurde 1839 in Glurns geboren. Bereits als Zehnjähriger nahm er im Zuge der Revolution von 1848 in Norditalien an Kämpfen im Rahmen der Revolution von 1848 in Norditalien teil und wurde dafür mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Ab 1866 diente er in einer Tiroler Kaiserjägerkompanie und erhielt die Goldene Tapferkeitsmedaille. Im Erster Weltkrieg stand Wallnöfer ein weiteres Mal im Einsatz gegen Italien, diesmal als Standschütze im Standschützenbataillon Schlanders in den Tiroler Bergen. Die Standschützen waren eine Tiroler Landesmiliz, bestehend aus Männern über 50 Jahren und jungen Leuten unter 18 Jahren, die Mitglieder der Tiroler und Vorarlberger Schützenvereine waren. Er starb am 15. März 1919.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner überreichte der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft – einem langjährigen Partner des Bundesheeres und der Heeresunteroffiziersakademie – anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens ein Fahnenband als sichtbares Zeichen der Anerkennung und Verbundenheit.

Weitere Informationen zur Unteroffiziersausbildung: Unteroffizier | Karriere beim Bundesheer

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