
Aktuelles vom niederösterreichischen Arbeitsmarkt Februar 2026
Weiterhin starker Anstieg der Arbeitslosigkeit
Ende Februar 2026 sind 55.327 Personen beim AMS in Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt und damit um 3.145 oder 6,0 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Inklusive Schulungsteilnehmer_ befanden sich 66.055 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (+5,4 Weiterhin starker Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr).
Der Bestand an unselbständig Beschäftigten (geschätzt) in Niederösterreich liegt Ende Februar bei 640.000 Personen. Davon waren 292.000 Frauen (+0,1 Weiterhin starker Anstieg der Arbeitslosigkeit) und 348.000 Männer (-0,8 ). Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet ein rückläufiges Niveau (-0,4 Weiterhin starker Anstieg der Arbeitslosigkeit). Die Arbeitslosenquote liegt in Niederösterreich aktuell bei 8,0 Weiterhin starker Anstieg der Arbeitslosigkeit und damit 0,4 Prozentpunkte über dem Wert im Vorjahr. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenquote 8,3% (+0,2 Prozentpunkte).
„Der deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vormonat (+6,5 Prozent im Vorjahresvergleich) setzt sich im Februar fort. Insbesondere im Bau sowie in der Warenherstellung ist eine kräftige Zunahme zu verzeichnen“, sagt AMS NÖ-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern. Sie führt weiters aus: „Die schrittweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters von Frauen führt neben höheren Beschäftigungszahlen auch dazu, dass sich mehr ältere Frauen in Arbeitslosigkeit befinden. In der Altersgruppe ab 60 sind aktuell rund 1.343 Frauen betroffen und damit um 420 mehr als vor einem Jahr. Es ist essenziell, Frauen bis zum Pensionsantritt in Beschäftigung zu halten bzw. beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu unterstützen. Solange eine Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt nicht erreicht ist, werden wir im AMS Niederösterreich weiterhin mehr als die Hälfte des Budgets für aktive Arbeitsmarktpolitik für Frauen reservieren.“
Die Zahl der arbeitslosen Personen hat sowohl bei Frauen (+8,3 Prozent bzw. +1.738) als auch bei Männern (+4,5 Prozent bzw. +1.407) zugenommen.
Ältere Personen ab 50 Jahre weisen ebenso eine Steigerung der Arbeitslosigkeit auf (+7,1 Prozent bzw. +1.310) wie Personen im Haupterwerbsalter (+5,2 Prozent bzw. +1.458). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen im Alter bis 24 Jahre fällt mit einem Plus von 7,1 Prozent (auf 5.704 Personen) gleich hoch aus, wie bei den älteren Personen.
Nach Branchen steigt in der Warenherstellung (+11,8 Prozent bzw. +600), im Gesundheits- und Sozialwesen (+11,7 Prozent bzw. +159) und in der öffentlichen Verwaltung (+8,7 Prozent bzw. +204) die Arbeitslosigkeit überproportional stark. Hingegen steigt die Arbeitslosigkeit im Handel (+5,2 Prozent bzw. +460), den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (+5,1 Prozent bzw. +401) und in der Beherbergung/Gastronomie (+0,1 Prozent bzw. +4) und weniger stark als im Durchschnitt von NÖ.
Arbeitsmarkt-Landesrat Susanne Rosenkranz: „Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt sehr angespannt. Zwar konnten im heurigen Jahr bereits 12.375 offene Stellen mit einer geeigneten Arbeitskraft besetzt werden, aber wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen Damit diese Möglichkeiten bestmöglich genutzt werden können, setzt das Land Niederösterreich auf ein starkes Angebot an Qualifizierungs-, Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen, gerade bei jungen Leuten. So werden Beschäftigte gezielt unterstützt, neue berufliche Wege einzuschlagen, ihre Fähigkeiten auszubauen und ihre Zukunftsperspektiven nachhaltig zu verbessern. Denn der Schlüssel für einen adäquaten Arbeitsplatz ist und bleibt eine fundierte Aus- und Weiterbildung.“
Aktuell sind 11.324 freie Stellen beim AMS gemeldet. Das sind um 15,9 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Am Lehrstellenmarkt zeigt sich mit insgesamt 1.001 offenen Lehrstellen ein Rückgang um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Beinahe in allen Branchen geht die Anzahl der offenen Stellen zurück. Beispielsweise sind starke Rückgänge im Bereich der öffentlichen Verwaltung (-30,4 Prozent bzw. -237), Handel (-14,5 Prozent bzw. -335) und der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (v.a. Arbeitskräfteüberlassung und Gebäudebetreuung) (-13,2 Prozent bzw. -428) sowie zu beobachten.
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