
BJV, HPV-Impfung jetzt! und ÖH: Kostenlose HPV-Impfung bis 30 darf kein Ablaufdatum haben
Bedarf an HPV-Impfung bleibt auch nach Nachholaktion groß. BJV, HPV-Impfung jetzt! und ÖH fordern Aufnahme der HPV-Impfung für 21- bis 30-Jährige ins kostenlose Impfprogramm.
Anlässlich des Internationalen HPV-Tages am 4. März fordern BJV, HPV-Impfung jetzt! und ÖH, dass die HPV-Impfung für alle zwischen 21 und 30 Jahren kostenlos bleibt. Aktuell können sich 21- bis 30-Jährige noch bis zum 30. Juni 2026 die zweite Teilimpfung gratis holen, sofern sie die erste Impfung 2025 erhalten haben. Anschließend kostet die Impfung je nach Bundesland mehrere hundert Euro. Die HPV-Impfung ist aber eine lebensrettende Maßnahme der Krebsprävention und sollte deswegen für junge Menschen weiterhin frei zugänglich sein, betont BJV-Vorsitzender Ahmed Naief: „Es darf nicht vom Wohnort oder vom Einkommen abhängen, ob junge Menschen geschützt sind und gesund bleiben. Die kostenlose Nachholaktion war ein wichtiger Schritt – jetzt braucht es aber eine langfristige Lösung.“
Mehr als 80 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung kommen im Laufe ihres Lebens mit HPV in Kontakt. Dabei ist die HPV-Impfung derzeit die einzige Impfung, die vor Krebsarten schützen kann. Österreichweit liegt die Durchimpfungsrate bei den 21- bis 30-Jährigen bei 23 Prozent. Das entspricht nicht einmal einem Drittel des von der WHO definierten Ziels von 90 Prozent.
HOHE NACHFRAGE BEI 21- BIS 30-JÄHRIGEN
Florian Boschek, Vorsitzender des Vereins HPV-Impfung jetzt!, erklärt: „2025 hat sich die Durchimpfungsrate für die 2. Teilimpfung im Vergleich zum Vorjahr unter den 21- bis 30-Jährigen mehr als verdoppelt. Das zeigt klar: Der Bedarf ist da. Diese positive Entwicklung darf nicht durch das Auslaufen der Aktion gefährdet werden.“
Angesichts der Teuerung und anderer Herausforderungen, die junge Menschen bewältigen müssen, sind außerdem die Kosten der HPV-Impfung für viele schlicht nicht leistbar, sagen Selina Wienerroither, Viktoria Kudrna und Umut Ovat vom ÖH-Vorsitzteam: „Gerade Studierende oder junge Menschen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn können mehrere hundert Euro für eine Impfung oft nicht bezahlen. Deshalb ist die Weiterführung der kostenlosen HPV-Impfung für alle unter 30 unbedingt notwendig.“
DAUERHAFTE LÖSUNG STATT BEFRISTETER AKTION
Für die BJV, HPV-Impfung jetzt! und ÖH ist klar: Die befristete Nachholaktion kann kein Ersatz für eine leistbare und flächendeckend ausgebaute Gesundheitsversorgung sein. Gemeinsam fordern sie, die HPV-Impfung bis 30 ins kostenlose Impfprogramm aufzunehmen. Denn die Gesundheitsvorsorge junger Menschen darf keine Frage des Geldes sein.
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