Zum Weltfrauentag wirft „Universum History“ ein Schlaglicht auf die „Heldinnen der Französischen Revolution“

„Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit“ am 6. März um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Oktober 1789: Eine bedrohliche Menschenmasse nähert sich Schloss Versailles in der Nähe von Paris. Vor den Toren des Schlosses, in dem sich der König befindet, fordern die Menschen politische Veränderungen und Essen für die hungernde Bevölkerung. Die meisten der Protestierenden sind Frauen. Einige Monate nach dem Sturm auf die Bastille ist der Frauenmarsch nach Versailles ein weiterer Höhepunkt der Französischen Revolution. Frauen spielen in der Französischen Revolution eine bedeutende Rolle. Neben den allgemeinen Forderungen nach mehr Mitspracherecht für Bürgertum und Bauernschaft kämpfen sie für ihre Rechte. Doch warum sind diese Frauen in Vergessenheit geraten? Und was wurde aus ihren Forderungen? Anlässlich des Internationalen Frauentages (Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter https://tv.ORF.at abrufbar) wirft „Universum History“ mit der Dokumentation „Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit – Heldinnen der Französischen Revolution“ von Mathieu Schwartz und Émelie Valentin am Freitag, dem 6. März 2026, um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ein Schlaglicht auf die französischen Revolutionärinnen von 1789.

Eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen jener Zeit war die Schriftstellerin Olympe de Gouges. In der ersten Verfassung der nun konstitutionellen Monarchie beschränken sich fast alle Errungenschaften nur auf Männer. Olympe de Gouges reagiert 1791 mit ihrer berühmten Erklärung über die Rechte der Frau und Bürgerin. In 27 Artikeln fordert sie darin die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

Eine andere Vorkämpferin war Anne-Josèphe Théroigne, genannt „Théroigne de Méricourt“, die aus einfachen Verhältnissen stammte und durch die Revolution politisiert wurde. Sie nimmt regelmäßig an den Sitzungen der Nationalversammlung teil und beginnt schließlich selbst Reden zu halten. Eine ihrer zentralen Forderungen ist, dass Frauen Waffen tragen dürfen. Illustrationen zeigen die „Amazone der Französischen Revolution“ oft mit Pistole und Säbel. 1791 wird es gefährlich für Théroigne de Méricourt. Sie flüchtet aus Paris, wird jedoch in ihrem Heimatort in Belgien, damals Teil des Habsburgerreiches, verhaftet und in die 800 Kilometer entfernte Gefängnisfestung in Kufstein in Tirol gebracht. Dort verbringt sie mehrere Monate in Haft.

Ein Erfolg der Frauen ist die Einführung des Scheidungsrechts 1792. Doch die Revolution gerät zunehmend aus dem Ruder. Maximilien de Robespierre errichtet eine Terrorherrschaft. Menschen, die als Feinde des Systems gelten, werden verfolgt, inhaftiert oder hingerichtet. Für die Frauenbewegung bedeutet diese Entwicklung einen herben Rückschlag. Langfristig gesehen hat die Französische Revolution Denk- und Handlungsräume eröffnet, die für die europäische Frauenbewegung bedeutend sein werden.

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