
Internationaler Frauentag 2026: „Gerecht oder Geschlecht?“ – Frauenministerium startet Kampagne
Ministerin Holzleitner thematisiert ökonomische Unabhängigkeit mit Bewusstseinskampagne
Anlässlich des Internationalen Frauentags 2026 präsentiert die Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner die Kampagne „GERECHT ODER GESCHLECHT?“. Sie stellt eine zentrale Frage: Wenn Frauen weniger verdienen, häufiger Teilzeit arbeiten, mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten und am Ende ihres Erwerbslebens deutlich geringere Pensionen erhalten – ist das gerecht oder liegt es am Geschlecht?
Die Kampagne richtet den Blick bewusst auf strukturelle Rahmenbedingungen und widerspricht der häufigen Individualisierung von Ungleichheit – etwa durch Verweise auf persönliche Entscheidungen oder individuelle Prioritäten. Ziel ist es, gesellschaftliche Strukturen sichtbar zu machen, die ökonomische Unabhängigkeit beeinflussen.
Trotz hoher Bildungsabschlüsse und bester Qualifikationen bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Der Gender Pay Gap liegt bei 17,6 %, Frauen leisten fast doppelt so viel unbezahlte Sorgearbeit, mehr als jede zweite Frau arbeitet Teilzeit – etwa 60 % davon aufgrund fehlender Kinderbildung und -betreuung – und Frauen erhalten im Durchschnitt rund 40 % weniger Pension.
Die Kampagne arbeitet mit plakativen Kontrastfragen und Alltagssituationen, um vermeintlich unveränderliche Zustände zu hinterfragen. Vier Social-Media-Videos mit der österreichischen Schauspielerin Valerie Huber greifen zentrale Ungleichheiten auf und zeigen mögliche Perspektiven für eine gerechtere Gesellschaft.
Begleitend dazu wurde die Website www.gerechtodergeschlecht.at eingerichtet sowie der Gehaltsrechner des Ministeriums aktualisiert, der seit seiner Einführung 2011 rund 5,7 Millionen Mal genutzt wurde.
Frauenministerin Holzleitner: “Zum Internationalen Frauentag 2026 stellen wir bewusst die Frage ‘Gerecht oder Geschlecht?’. Die Antwort kennen wir meist alle. Aber wir geben auch die Antwort darauf, wie eine gerechtere Welt aussehen kann – nämlich mit Halbe-Halbe in allen Lebensbereichen, gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit oder einer starken Frauenquote. Frauen echte ökonomische Unabhängigkeit zu ermöglichen, ist Priorität für diese Bundesregierung.”
SERVICE: Bilder der heutigen Pressekonferenz sind auf der Mediendatenbank des BMFWF abrufbar (https://medien.bmfwf.gv.at/).
Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Theresa Schobesberger, BA
Telefon: +4366488455349
E-Mail: theresa.schobesberger@bmfwf.gv.at
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