
„Schicksalstage Österreichs – Der Fall des Kurt Waldheim“: Präsentation der ORF-III-Doku im Haus der Geschichte Österreich
TV-Premiere samt hochkarätiger Diskussionsrunde aus dem hdgö am 14. März ab 19.50 Uhr – in ORF III und auf ORF ON
Der 3. März 1986 markiert einen der wichtigsten Schicksalstage der Zweiten Republik: Mit dem Erscheinen des „profil“-Artikels über die Kriegsvergangenheit Kurt Waldheims beginnt eine Auseinandersetzung, die Österreich nachhaltig verändert. Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Haus der Geschichte Österreich (hdgö) und ORF III fand gestern, am Mittwoch, dem 4. März 2026, die Präsentation der neuen „zeit.geschichte“-Dokumentation „Schicksalstage Österreichs – Der Fall des Kurt Waldheim“ als Publikumsveranstaltung mit anschließendem Podiumsgespräch statt. Ihre TV-Premiere feiert die Neuproduktion am Samstag, dem 14. März, um 20.15 Uhr in ORF III und auf ORF ON. Zur Veranstaltung begrüßten hdgö-Gründungsdirektorin Monika Sommer und Ernst Pohn, Sendungsverantwortlicher ORF-III-„zeit.geschichte“. Im Zuge der Vorpremiere diskutierten bei ORF-Moderator Andreas Pfeifer der ehem. Nationalratspräsident Andreas Khol, Historikerin und Diplomatin Eva Nowotny, Journalistin Anneliese Rohrer sowie die Kulturmanagerin und frühere Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera. Im TV zu sehen ist diese hochkarätige Gesprächsrunde im Rahmen des Formats „Geschichte Heute – Waldheim und die NS-Aufarbeitung“ (19.50 Uhr) am 14. März direkt vor der Premiere der neuen Dokumentation, ebenso in ORF III und auf ORF ON.
Mehr zur neuen Doku „Schicksalstage Österreichs – Der Fall des Kurt Waldheim“ (20.15 Uhr)
Die neue ORF-III-Dokumentation von Judith Doppler zeichnet nach, wie das politische und gesellschaftliche Selbstverständnis Österreichs im Frühjahr 1986 erschüttert wurde. Als das Nachrichtenmagazin „profil“ erstmals mit einer Schlagzeile zu Kurt Waldheims bislang kaum thematisierter NS-Vergangenheit erscheint, gerät der laufende Präsidentschaftswahlkampf abrupt in eine neue Dimension. Was zunächst wie eine journalistische Enthüllung wirkt, entwickelt sich innerhalb weniger Stunden zu einer nationalen und internationalen Affäre.
Monika Sommer, Gründungsdirektorin Haus der Geschichte Österreich:
„Die sogenannte ‚Waldheim-Affäre‘ und das ‚Bedenkjahr 1988‘ sind eine Zäsur der Zweiten Republik. Die bis dahin geltende Staatsräson von Österreich als erstem Opfer von NS-Deutschland kippte, nicht zuletzt aufgrund der internationalen Dimension der Debatte. Es gab wohl kaum eine Familie, in der nicht über die Mitverantwortung von Österreicherinnen und Österreichern diskutiert wurde. Heute ist sich Österreich seiner historischen Verantwortung bewusst und doch braucht es nach wie vor die Sensibilisierung für die Gegenwartsrelevanz dieses Themas. Daher bietet das Haus der Geschichte Österreich dazu auch neue Vermittlungsformate an. Ich freue mich sehr, dass wir darüber hinaus die neue ORF-III-Dokumentation über diesen entscheidenden Moment der jüngeren Zeitgeschichte im Haus der Geschichte Österreich präsentieren und diskutieren können.“
Peter Schöber, ORF-III-Programmgeschäftsführer:
„Die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit schärft unseren Blick in der Gegenwart und Zukunft. Wir sehen es daher als Teil unserer öffentlich-rechtlichen Kernkompetenz, die Geschichte unserer jungen Republik in all ihren Facetten differenziert aufzuarbeiten und allen Menschen in Österreich näher zu bringen. In unserer ‚zeit.geschichte‘-Reihe ‚Schicksalstage Österreichs‘ beschäftigen wir uns mit historischen Ereignissen und Wendepunkten in der Geschichte unseres Landes. Die ‚Waldheim-Affäre‘ war einer jener Wendepunkte, wo im Rahmen eines heftigen Schlagabtausches das Geschichtsverständnis und der historische Blick auf die jüngere Geschichte Österreichs maßgeblich verändert wurde. Der 40. Jahrestag der ‚Waldheim-Affäre‘ ist für uns Anlass, diese Schicksalstage des Jahres 1986 nochmals ins kollektive Gedächtnis zu holen. So wie bisher arbeiten wir hier mit den namhaftesten Historikerinnen und Historikern unseres Landes zusammen – mein Dank gebührt allen Mitwirkendenden, den Fördergebern und dem Haus der Geschichte Österreich mit Direktorin Dr. Monika Sommer an der Spitze.“
„Schicksalstage Österreichs – Der Fall des Kurt Waldheim“ ist eine Koproduktion von ORF III Kultur und Information und Interspot Film-Gesellschaft m.b.H., gefördert von Fernsehfonds Austria und Land Niederösterreich.
Weitere Details zum Programm von ORF III Kultur und Information sind unter https://tv.ORF.at/orf3 abrufbar.
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