Silvia Moser zum Internationalen Frauentag

Grüne Gesundheits- und Sozialsprecherin: „Frauen verdienen gleiche Chancen und beste Gesundheitsversorgung – und das ist noch lange nicht erreicht“

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März macht die Grüne Gesundheits- und Sozialsprecherin im NÖ Landtag, Silvia Moser, auf gravierende Missstände aufmerksam: Frauen werden in der Medizin systematisch übersehen, tragen die Hauptlast der Carearbeit und sind wirtschaftlich nach wie vor benachteiligt. Für Silvia Moser ist klar: Gleichstellung ist kein Luxus – sie ist die Grundlage einer gerechten Gesellschaft.

MEDIZIN DENKT NOCH IMMER IN MÄNNLICHEN KATEGORIEN

Krankheiten, die Frauen betreffen, sind nach wie vor schlecht erforscht – mit fatalen Folgen: Fehldiagnosen und falsche Behandlungen gefährden täglich die Gesundheit von Frauen. Besonders deutlich zeigt sich das bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Medikamentenwirkungen und -nebenwirkungen, Immunsystem, Psychosozialen Problemen und sogar Reanimationen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung, die Männer als Norm definiert hat.

„Frauen sind in der Medizin schlicht nicht so sichtbar wie Männer – das hat lebensbedrohliche Konsequenzen. Frauen in Niederösterreich verdienen die beste medizinische Versorgung, von der Geburt bis ins hohe Alter, bei akuten, chronischen oder frauenspezifischen Erkrankungen. Dabei ist Gendermedizin kein Frauenthema, sondern eine Notwendigkeit für eine bessere Gesundheitsversorgung für alle“, betont Silvia Moser.

FRAUEN TRAGEN DAS SYSTEM – UND SIND DENNOCH GESELLSCHAFTLICH BENACHTEILIGT

Silvia Moser verweist auf die strukturelle Ungleichheit, die Frauen täglich betrifft: „Frauen sind mit weniger Einkommen, niedrigeren Pensionen, fehlender Kinderbetreuung, mehr Abhängigkeit und Gewalterfahrungen konfrontiert – und halten das System am Laufen. Diese mehrfache Last ist nicht hinnehmbar.“ Einsparungen, so wie ganz aktuell von der ÖGK bei Krankentransporten, Zahnersatz oder -regulierungen, betreffen Frauen besonders!

Gleichstellung sei keine Frage des guten Willens, sondern eine politische Aufgabe: „Gleichstellung ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage einer gerechten Gesellschaft. Und sie ist noch lange nicht erreicht“, so Silvia Moser.

MEHR FRAUEN IN DER POLITIK: VORBILDER UND REPRÄSENTATION

Auch in der politischen Vertretung gelte: Politische Gremien sollten die Diversität der Bevölkerung widerspiegeln. „Menschen fühlen sich besser repräsentiert, wenn sie sich in ihren Vertreterinnen und Vertretern wiedererkennen. Ein höherer Frauenanteil in der Politik macht einen Unterschied – Mandatarinnen sind in allen Gremien wichtig und Vorbilder für kommende Generationen“, so Silvia Moser abschließend.

Pressesprecher
Michael Pinnow

Grüner Klub im NÖ Landtag
Telefon: +43676 944 72 69
E-Mail: michael.pinnow@gruene.at
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