Entry-Exit-System: Probebetrieb erfolgreich – 3.500 Erfassungen pro Tag

Bereits über 408.000 Reisende seit Start erfasst – „Entry-Exit-System ist wichtiger Schritt für robusten und sicheren Grenzschutz

Am 12. Oktober 2025 startete am Flughafen Wien Schwechat der schrittweise Probebetrieb des Entry-Exit-Systems (EES). Mit dem EES werden Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen bei Kurzaufenthalten erstmals europaweit elektronisch in einem Zentralsystem erfasst. Ziel sind moderne, vernetzte und einheitliche Grenzkontrollen im Schengenraum. Bis 10. April 2026 soll die elektronische Erfassung vollständig etabliert sein und sämtliche Ein- und Ausreisen über das neue System erfolgen.

„Das Entry-Exit-System ist ein weiterer wichtiger Schritt für einen robusten und sicheren Grenzschutz“, sagte Innenminister Gerhard Karner. Schon in der Einführungsphase zeige sich, dass Aufenthalts- und Identitätsdaten effizienter verarbeitet und potenzielle Sicherheitsrisiken rascher erkannt werden können.

Auch Günther Ofner, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG, zieht eine positive Zwischenbilanz: „Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den Behörden ist die Umsetzung des Entry-Exit-Systems am Flughafen Wien gut und im Zeitplan unterwegs. Rund 800.000 Menschen passieren jeden Monat die Grenzkontrollen am Flughafen, das sind in Summe 10 Millionen Fluggäste pro Jahr. Die digitale Erfassung durch das Entry-Exit-System erleichtert die Kontrollprozesse und stärkt die Sicherheit und internationale Vernetzung.“

FLUGHAFEN WIEN BEI UMSETZUNG VOLL IM ZEITPLAN

Die schrittweise Umstellung der Registrierungs- und Kontrollkojen auf EES-Technologie geht zügig voran – die Erfassungsquote steigt kontinuierlich. Die Entwicklung im Detail:

* 12. Oktober – 9. November 2025: 71.363 Personen (23,2 Prozent)
* 10. November – 9. Dezember 2025: 105.220 Personen (31,5 Prozent)
* 10. Dezember 2025 – 8. Jänner 2026: 113.822 Personen (33,7 Prozent)
* 9. Jänner – 8. Februar 2026: 117.957 Personen (63,7 Prozent)

Insgesamt wurde von Oktober 2025 bis Februar 2026 fast eine halbe Million Drittstaatsangehörige über das System erfasst. Das entspricht einem Tagesdurchschnitt von rund 3.500 Reisenden.

Das Entry-Exit-System wird an allen EU-Außengrenzen betrieben, in Österreich somit an den sechs internationalen Flughäfen sowie an 23 Flugfeldern mit Drittstaatsverkehr. Die Einführung erfolgt EU-weit schrittweise innerhalb von sechs Monaten. In Österreich wurde der Betrieb bereits erfolgreich aufgenommen: in Wien-Schwechat am 12. Oktober 2025, in Salzburg am 12. November, in Innsbruck am 21. November, in Graz am 26. November, in Linz am 6. Dezember und in Klagenfurt am 13. Dezember 2025. An den Flugfeldern startete der EES-Betrieb mit 17. Dezember 2025.

EFFIZIENTER, SICHERER, SCHNELLER

Das Entry-Exit-System ist ein EU-weites IT-System zur automatisierten Erfassung der Ein- und Ausreise von Drittstaatsangehörigen im Schengen-Raum. Anstelle der bisherigen manuellen Passstempelung werden bei Grenzübertritten personenbezogene Daten, Reisedokumentdaten sowie biometrische Merkmale – darunter Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild – elektronisch erfasst. Dadurch entsteht ein europaweit abrufbares digitales Ein- und Ausreiseregister. Ziel ist es, Grenzkontrollen effizienter und sicherer zu gestalten, Aufenthaltsüberziehungen sowie Identitäts- und Dokumentenmissbrauch rascher zu erkennen und die Zusammenarbeit der europäischen Sicherheitsbehörden weiter zu stärken.

Bundesministerium für Inneres
Harald Sörös, BA MA
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