Schilling/Hammer: Atomkraft ist keine Lösung für Europas Energiezukunft

Grüne kritisieren Vorstoß der EU-Kommission und warnen vor teuren AKW-Projekten aus EU Geldern – Ausbau Erneuerbarer müsse Vorrang haben

„Atomkraft ist keine Antwort auf die Energie- und Klimakrise. Sie ist riskant, extrem teuer und viel zu langsam. Während neue Atomkraftwerke Jahrzehnte brauchen und Milliarden verschlingen, können erneuerbare Energien heute schon saubere und leistbare Energie liefern“, sagt die Grüne Europaabgeordnete Lena Schilling und hält fest: „Dass nun auch noch EU-Gelder in neue Atomprojekte fließen sollen, ist ein massiver Fehlgriff. Dieses Geld gehört in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Maßnahmen, die Menschen helfen, ihre Energiekosten zu senken – nicht in eine riskante Technologie von gestern.“

„Was Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hier von sich gibt, ist nicht nur absurd, sondern energiepolitisch brandgefährlich. Atomkraft ist keine Lösung für Europas Zukunft, sondern ein teures und riskantes Auslaufmodell, das lediglich durch massive staatliche Subventionen künstlich am Leben gehalten wird. Die Realität der letzten Jahre zeigt eindeutig: Neue Atomkraftwerke in Europa kämpfen mit explodierenden Kosten und jahrelangen Bauverzögerungen. Ohne staatliche Garantien und Subventionen durch die öffentliche Hand würde heute kein einziges AKW gebaut werden, weil der diese Kraftwerke den teuersten Strom produzieren, den wir in Europa gesehen haben“, ergänzt Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen.

„Besonders befremdlich ist dieser Vorstoß nur einen Tag vor dem Jahrestag der Katastrophe von Fukushima. Diese Reaktorkatastrophe hat Millionen Menschen ihr Zuhause genommen und ganze Regionen auf Jahrzehnte unbewohnbar gemacht. Gerade jetzt wieder Milliarden in Atomkraft zu stecken, zeigt, wie kurz das politische Gedächtnis offenbar ist“, betont Schilling.

„Jeder Cent, der weiterhin in Atomenergie gesteckt wird, fehlt für den Ausbau leistbarer und sicherer erneuerbarer Energieträger. Dass ausgerechnet kurz vor dem Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima Atomkraft als strategische Lösung verkauft wird, ist politisch verantwortungslos und zeigt, wie weit die Märchen der Atomlobby schon vorgedrungen sind. Von der Leyen nützt den Fukushima Jahrestag dazu, die Lehren Europas aus dieser Atomkatastrophe in Frage zu stellen. Solche Gedenktage sollten eigentlich dazu dienen, dass wir uns an Fehler der Vergangenheit erinnern, damit wir sie nicht wiederholen“, hält Hammer fest.

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