
PRO-GE Binder zu Spritpreisen: Preiseingriffe nicht unnötig hinauszögern
„Schau ma mal“-Strategie der Wirtschaftsforscher ist auch in den letzten Jahren schiefgegangen – Inflation muss im Rahmen bleiben
Seit Beginn des Iran-Krieges steigen die Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen. „Die heute von der Bundesregierung angekündigten Maßnahmen zur Stabilisierung der Treibstoffpreise sind erste Schritte. Ob sie die gewünschte Wirkung entfalten, wird sich zeigen“, so der Bundesvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) Reinhold Binder zu den Ausführungen nach dem heutigen Ministerrat. Wichtig sei, dass man die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt, denn, „das Durchrauschen lassen der Inflation hat dazu geführt, dass Österreich eine der höchsten Teuerungsraten der Eurozone hatte. Unter den Auswirkungen leiden die Menschen noch heute.“
Die „Schau ma mal“-Strategie, die derzeit wieder von so manchen Wirtschaftsforscher gefordert wird, habe auch die letzten Jahre nicht funktioniert. Das wurde auch von einigen Wirtschaftsforschern eingestanden, allerdings zu spät. Er appelliert daher an die Bundesregierung, etwaige Preiseingriffen nicht zu lange hinauszuzögern. „Jetzt wieder abzuwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, ist grob fahrlässig. Die Inflationsbelastung ist gesunken, jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie in überschaubarem Rahmen bleibt“, sagt Binder. Er verweist auf die leichte wirtschaftliche Erholung, die sich in den letzten Monaten abgezeichnet hat. Mit einer steigenden Teuerung werde dies wieder gefährdet, zum einen würde es jenen Unternehmen schaden, die auf Exporte angewiesen sind und zum anderen würde die Inlandsnachfrage noch schwächer ausfallen. „Es darf nicht zugelassen werden, dass einige internationalen Ölkonzerne und Spekulanten die Krisengewinner sind. Die Menschen haben ein Recht auf faire Spritpreise, denn viele sind auf das Auto angewiesen. Dass diese nun die Zeche für die Verwerfungen im Nahen Osten zahlen sollen, ist untragbar“.
PRO-GE Öffentlichkeitsarbeit
Mathias Beer
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