
Forschung als Motor für Innovation: Wie Universitäten mehr Spin-offs hervorbringen können
Analyse der IT:U zeigt, wie Hochschulen Forschung schneller in Gründungen und wirtschaftliche Wertschöpfung überführen können
WÄHREND ÖSTERREICH AN DER HOCHSCHULSTRATEGIE 2040 ARBEITET, RÜCKT EINE ZENTRALE FRAGE DER INNOVATIONSPOLITIK ZUNEHMEND IN DEN FOKUS: WIE KANN WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG SCHNELLER DEN WEG IN NEUE UNTERNEHMEN UND GESELLSCHAFTLICHE ANWENDUNGEN FINDEN? EIN NEUES POSITIONSPAPIER DER INTERDISCIPLINARY TRANSFORMATION UNIVERSITY (IT:U) ANALYSIERT INTERNATIONALE MODELLE FÜR GEISTIGES EIGENTUM UND AKADEMISCHE SPIN-OFFS.
Der Bericht analysiert internationale Modelle zum Umgang mit geistigem Eigentum (IP) und akademischen Spin-offs. Die IT:U zeigt damit auf, wie Universitäten Forschung systematischer in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wertschöpfung überführen können. „Universitäten werden künftig stärker daran gemessen werden, ob aus Ideen auch Unternehmen entstehen können. Eine junge Universität wie die IT:U hat die Chance, dafür von Anfang an klare und gründungsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen“, sagt Daniel Cracau, Director Outreach & Start-ups der IT:U und selbst Gründer eines Technologieunternehmens.
SPIN-OFFS BLEIBEN HINTER POTENZIAL ZURÜCK
Hintergrund ist eine strukturelle Herausforderung im österreichischen Innovationssystem. Obwohl Universitäten zu den wichtigsten Quellen technologischer Innovation zählen, bleibt die Zahl akademischer Ausgründungen hinter ihrem Potenzial zurück. Besonders deutlich wird der Bedarf bei Transparenz und Orientierung: Laut BMFWF-Ausgründungsrahmen 2024 geben 69 Prozent der befragten Spin-offs an, keine definierte Guideline ihrer Hochschule zu kennen.
„Neue Einrichtungen wie die IT:U haben die Möglichkeit, die Förderung und den Umgang mit Gründer:innen und Spin-offs neu zu denken. Das Rad muss dabei nicht neu erfunden werden – entscheidend ist, aus internationalen Erfahrungen zu lernen und diese in den jeweiligen institutionellen Kontext zu übersetzen“, sagt Markus Wanko, Founder und Managing Director von XISTA.
DREI ANSÄTZE FÜR MEHR AKADEMISCHE AUSGRÜNDUNGEN
Das IT:U-Positionspapier zeigt, wie nachvollziehbare, gründungsfreundliche und investorenkompatible Rahmenbedingungen geschaffen werden können. Im Zentrum stehen drei komplementäre Ansätze, mit denen Universitäten Forschung wirksamer in Gründungen überführen können: offene Diffusion von Technologien, schlanke und investorenkompatible Standardregelwerke für geistiges Eigentum und Beteiligungen sowie umfassende Ökosystem-Ansätze, in denen Venture Builder, Fonds und Universitäten gemeinsam Ausgründungen entwickeln.
Als internationale Referenzen nennt der Bericht unter anderem Modelle rund um die ETH Zürich, den Venture Builder Chalmers Ventures sowie europäische Initiativen zur Förderung von Science-to-Business-Ventures.
VOM CAMPUS INS START-UP-ÖKOSYSTEM
Über einzelne Ausgründungen hinaus betont die IT:U den Aufbau einer sichtbaren Entrepreneurship-Kultur. Dazu zählen frühe Gründungserfahrungen für Studierende und Forschende, transparente und investorenkompatible IP-Regeln sowie eine enge Zusammenarbeit mit bestehenden Startup- und Venture-Ökosystemen. Ziel ist es, den Weg von der Forschung zur Gründung zu vereinfachen und Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen.
Die Entwicklung einer eigenen IP-Policy sowie eines institutionellen Rahmens zur Förderung von Spin-offs ist laut Leistungsvereinbarung der IT:U bis 2027 vorgesehen. Das Positionspapier versteht sich als Diskussionsgrundlage für diesen Prozess – und zugleich als Beitrag zur Weiterentwicklung des österreichischen Hochschul- und Innovationssystems im Kontext der Hochschulstrategie 2040.
Interdisciplinary Transformation University (IT:U)
Dr. Daniel Cracau
Telefon: +43 676 / 85 13 07 360
E-Mail: daniel.cracau@it-u.at
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