
Ehemalige Synagoge St. Pölten: Ausblick 2026
Wechselausstellung zu geraubten Judaica aus Niederösterreich und das Musikfestival „Jewish Weekends“ sind die Highlights
Auch in der nächsten Saison der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, von 15. April bis 15. November 2026, kann man sich wieder auf hochkarätige Veranstaltungen freuen. Die neue Wechselausstellung mit dem Titel „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“ ist während der gesamten Saisonlaufzeit zu sehen. Die Jewish Weekends – Festival jüdischer Musik finden von 29. bis 31. Mai sowie von 6. bis 7. Juni wieder an zwei frühsommerlichen Wochenenden statt.
Die Ausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“ wird von Martha Keil, der wissenschaftlichen Leiterin der Ehemaligen Synagoge St. Pölten, kuratiert und von der Grafikdesignerin Renate Stockreiter gestaltet. Die Schau zeigt sieben Ritualobjekte aus den etwa 25 zerstörten und geplünderten Synagogen und Bethäusern Niederösterreichs. Sie wurden entweder vor dem 10. November 1938 nach Wien gebracht oder gelangten als Raubgut in den Handel und wurden von Sammlern erworben. Auch zerstörte und verschwundene Gegenstände, die nur noch durch Fotos und Listen nachweisbar sind, werden in der Ausstellung thematisiert.
Die Jewish Weekends – Festival jüdischer Musik spannen an zwei Wochenenden, von 29. bis 31. Mai sowie von 6. bis 7. Juni 2026, mit ihrem Programm einen Bogen von New York bis Tel Aviv. Artist in Residence ist der Klarinettist David Krakauer, ein Pionier der neuen Klezmer-Musik. Er konzertiert mit der Pianistin Kathleen Tagg sowie mit der Styrian Klezmore Pocket Band rund um Moritz Weiß. Höhepunkte sephardischer Musik bieten Nani Vazana und Aron Saltiel – und Timna Brauer, Doyenne jüdischer Musik in Österreich, gibt ein Konzert für Kinder.
Für Schulen bietet die Ehemalige Synagoge St. Pölten ein Vermittlungsprogramm mit Führungen und Workshops an. Diese sind einzeln oder in Kombination miteinander buchbar und können auch außerhalb der Saison angefragt werden. So können Schulklassen etwa bei den interaktiven Führungen „Synagoge? Was ist denn das?“ (ab der 3. Schulstufe) und „Was bleibt, was fehlt?“ (ab der 5. Schulstufe) das Haus entdecken oder bei den Workshops „Prächtige Muster und Farben“ (3. bis 12. Schulstufe) und „Menschen und Schicksale“ (4. bis 12. Schulstufe) mehr über die Geschichte des Gebäudes erfahren.
Nähere Informationen bei Maren Sacherer, BA, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation Museum Niederösterreich, E-Mail presse@ehemalige-synagoge.at, Handynummer +43 664 60 499 918, https://www.ehemalige-synagoge.at
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Mag. Ing. Johannes Seiter
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