Staatssekretär Alexander Pröll im Podcast: „KI ist die größte Disruption unserer Generation.“

IM PODCAST „DIGITALER HUMANISMUS IN DER PRAXIS“ DER MSG PLAUT AG SPRACH DIGITALISIERUNGS-STAATSSEKRETÄR ALEXANDER PRÖLL ÜBER DIGITALE SOUVERÄNITÄT, KI IN DER VERWALTUNG UND ÖSTERREICHS WEG IN DIE DIGITALE ZUKUNFT.

In der aktuellen Folge des msg-Plaut-Podcasts „Digitaler Humanismus in der Praxis“ stand Staatssekretär Alexander Pröll Rede und Antwort zu den drängendsten Fragen wie KI in der Verwaltung und dem Ziel Österreich bis 2035 zu einem Europäischen KI-Vorreiter zu machen. Pröll, der im Bundeskanzleramt die Bereiche Digitalisierung, Verfassung, öffentlicher Dienst und Kampf gegen Antisemitismus verantwortet, bekräftigte seine Schwerpunktsetzung wie folgt_: „KI ist die größte Disruption unserer Zeit – das heißt, wir alle haben die Möglichkeit, hier Großartiges mitzugestalten.“_

DREI SÄULEN DER DIGITALISIERUNGSAGENDA

Pröll skizzierte drei zentrale Handlungsfelder seiner Arbeit als Digitalisierungsstaatssekretär:

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E-GOVERNMENT & ID AUSTRIA: Bis Ende 2029 soll die ID Austria für alle rund neun Millionen Menschen in Österreich ausgerollt sein. Die digitale Identität ermöglicht bereits heute Behördenwege in Sekunden – etwa eine Wohnsitzummeldung innerhalb von wenigen Sekunden statt eines mehrstündigen Amtsweges. Ab Ende 2026 wird die ID Austria auch grenzüberschreitend in der gesamten EU gültig sein.

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KI IN DER VERWALTUNG (PUBLIC AI): In den nächsten 13 Jahren gehen 44 Prozent der Bundesverwaltungsbediensteten in Pension. Um die Servicequalität des Staates aufrechtzuerhalten, wird über das Bundesrechenzentrum eine gemeinsame KI-Infrastruktur aufgebaut. Auf diese können die Ministerien, Länder und Gemeinden ihre Anwendungsfälle aufsetzen.

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DIGITALE KOMPETENZ: Pröll bezeichnete digitale Grundkompetenzen als grundlegendes Fundament einer technologischen Transformation. Im Rahmen der KI-Kompetenzsteigerung werden mit einer „Digitalen Kompetenzoffensive“ gratis Workshops im ganzen Land angeboten. Derzeit verfügen knapp 70 Prozent der Bevölkerung über digitale Grundkompetenzen – bis 2029 soll dieser Wert auf 80 Prozent steigen.

DIGITALE SOUVERÄNITÄT IN EUROPA

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war Europas digitale Souveränität. Pröll verglich die frühere energiepolitische Abhängigkeit von Russland und die damit eingehenden Kosten mit der heutigen Abhängigkeit im digitalen Raum. Während Europa bereits 800 Milliarden Euro in Sicherheit investiert hat, ist für die digitale Zukunft ein schrittweiser Abbau von Abhängigkeiten notwendig. Mit einer Souveränitätscharta hat Österreich den Anstoß für eine europäische Initiative gegeben. Die Voraussetzungen dafür sind gut: der größte Binnenmarkt der Welt, hochqualifizierte Fachkräfte und ein stabiles Wertesystem. Entscheidend ist jedoch der Abbau von Bürokratie und ein offenerer Kapitalmarkt.

„HUMAN IN THE LOOP“ – DER MENSCH BLEIBT IM MITTELPUNKT

Auf die Frage nach der Letztverantwortung und den ethischen Grenzen von KI war Pröll klar: „Die letzte Entscheidung muss immer der Mensch haben.“ KI soll repetitive, verwaltungstechnische Tätigkeiten übernehmen, damit sich Menschen mehr um die Anliegen von Bürger:innen kümmern können: damit Pflegepersonal mehr Zeit mit Patient:innen verbringen kann, Lehrkräfte mehr Zeit mit Schüler:innen haben und Polizist:innen mehr für die Bevölkerung zur Verfügung stehen können. Der Grundsatz „Human in the Loop“ ist in allen Strategien, Ministerratsvorträgen und Gesetzen verankert.

AUSBLICK 2035: ÖSTERREICH ALS KI-VORREITER IN EUROPA

Pröll formulierte ein ehrgeiziges Ziel: In zehn Jahren soll Österreich über die modernste KI-gestützte Verwaltung Europas verfügen. Die geschaffene Infrastruktur im Bundesrechenzentrum sei der entscheidende erste Schritt. Zugleich betonte er die soziale Dimension: Das oberste Ziel bleibe die Aufrechterhaltung des sozialen Wohlfahrtsstaates – und das gelinge nur mit kluger KI-Integration bei gleichzeitiger Wahrung der digitalen Souveränität.

_„Wir stehen jetzt an einem Punkt, wo wir die Zukunft eines Landes als auch der europäischen Union mitgestalten können. Wenn uns in 20 oder 30 Jahren unsere Kinder fragen, dann würde ich gerne sagen: Das haben wir positiv bewirkt“, _betont Staatssekretär Alexander Pröll.

Digitaler Humanismus in der Praxis: Ein msg Plaut-Podcast mit Dr. Georg Krause | Podcast on Spotify

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ÜBER MSG PLAUT:

Die msg Plaut Gruppe ist einer der führenden IT-Dienstleister in Österreich sowie Südost- und Ost-Europa. Mit Sitz in Wien und rund 750 Mitarbeitenden zeichnet sich das Unternehmen besonders durch seine Eigentümerführung sowie einem Beratungsansatz nach den Prinzipien des Digitalen Humanismus, der die Menschen ins Zentrum aller IT-Projekte stellt, aus. Das macht msg Plaut zum Pionier in der Umsetzung humanistischer Werte in der digitalen Welt.

Mehr dazu unter msg-plaut.at.

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Peter Schiefer
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