Deutschland-Bericht zeigt: Legaler Zugang statt Verbot ist der Schlüssel bei Cannabis

ÖCB: Weniger Hürden beim legalen Erwerb steigern nicht den Konsum, aber reduzieren den Schwarzmarkt

Der aktuelle Zwischenbericht zur Cannabis-Teillegalisierung in Deutschland liefert eine klare Botschaft: Der Konsum hat sich kaum verändert, gleichzeitig ist der Schwarzmarkt rückläufig – und Expert:innen empfehlen ausdrücklich, die Hürden für den legalen Erwerb von Cannabis weiter abzubauen. Für den Österreichischen Cannabis Bundesverband (ÖCB) bestätigt sich damit eine zentrale Forderung der Branche.

„Der Bericht zeigt deutlich: Der entscheidende Hebel liegt nicht im Verbot, sondern im Zugang. Nur wenn legale Angebote einfach erreichbar sind, kann der Schwarzmarkt nachhaltig zurückgedrängt werden“, erklärt Klaus Hübner, Obmann des ÖCB.

Die wissenschaftliche Begleitung kommt zu dem Schluss, dass insbesondere die derzeit noch sehr restriktiven Zugangsbedingungen – etwa bei Anbauvereinigungen – gelockert werden sollten. Gleichzeitig zeigt sich, dass Konsument:innen bereits heute alternative legale Wege nutzen, wenn diese verfügbar sind: „Wenn legale Strukturen zu kompliziert oder zu eingeschränkt sind, weichen die Menschen aus. Die Konsequenz kann nur sein: Hürden abbauen, nicht neue errichten“, so Hübner.

EIN JAHR NACH DER MONOPOLISIERUNG VON CBD IN TRAFIKEN: KRITIK DES ÖCB BESTÄTIGT SICH

Der ÖCB verweist in diesem Zusammenhang auch auf seine Pressekonferenz rund um Ostern 2025 unter dem Titel „Zugedreht – zurückgedreht“. Damals wurde auf Basis eines Gutachtens von Prof. Heinz Mayer klargestellt, dass legal handelbare Cannabisblüten nicht dem Tabakmonopol unterliegen und der Verkauf im Fachhandel zulässig ist.

„Vor genau einem Jahr haben wir aufgezeigt, wohin überzogene Einschränkungen führen: zu massiven Umsatzeinbrüchen, Rechtsunsicherheit und einer Stärkung des Schwarzmarktes. Die aktuellen Erkenntnisse aus Deutschland bestätigen das jetzt wissenschaftlich“, so Hübner.

Der Verband fordert daher weiterhin eine Modernisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich – mit dem Ziel, einen sicheren, kontrollierten und wirtschaftlich tragfähigen Cannabismarkt zu ermöglichen. „Wer den Schwarzmarkt bekämpfen will, muss legale Angebote stärken. Das gelingt nur mit einem funktionierenden Zugang – nicht mit zusätzlichen Hürden“, so Hübner abschließend.

Mag. Klaus Hübner

Obmann des ÖCB (Österreichischer Cannabis-Bundesverband)
E-Mail: office@oecbverband.at
Website: https://www.oecbverband.at

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