„WeltWeit“-Reportage zum Thema „Europas Unabhängigkeit. Sein oder Schein?

Am 10. April um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Die aktuellen Umfragen prophezeien bei den Parlamentswahlen in Ungarn das Ende der Ära Viktor Orbáns. Fast 16 Jahre hat er mit seinem EU-feindlichen Kurs Brüssel immer wieder herausgefordert. Doch Orbáns Aus allein wird Europas Probleme nicht lösen. Die EU muss sich neu aufstellen, um weniger anfällig für geopolitische Erschütterungen zu sein: allem voran in der Energieversorgung, im Technologiesektor und bei den Lieferketten. Für die aktuelle „WeltWeit“-Reportage „Europas Unabhängigkeit. Sein oder Schein?“ – zu sehen am Freitag, dem 10. April 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON – haben sich Lena Hager, Isabella Purkart und Cornelia Primosch in Deutschland, Dänemark bzw. Frankreich angeschaut, wie es um Europas Abhängigkeiten steht.

Unsere Reiseroute planen wir via Google Maps, wir kaufen unsere Fahrkarte online und machen das alles vom Handy aus. Doch dafür braucht es zahlreiche sogenannter Schlüsseltechnologien – und die stammen meist aus den USA oder China. Mikrochips zum Beispiel sind nicht nur in Laptops und Smartphones verbaut, sondern auch in vielen Alltagsgegenständen wie Rolltreppen oder Wasserkochern. Mit enormen Investitionen ins „Silicon Saxony“, einem Hightech-Netzwerk in Sachsen, soll die europäische Chipindustrie weiter ausgebaut werden. Lena Hager schaut sich auf einer 60.000 Quadratmeter großen Reinraum-Produktionsfläche um und erfährt, wie komplex und global verflochten die Branche ist.

Lieferengpässe bei Medikamenten sind in Europa längst keine Ausnahme mehr, selbst in gut organisierten Gesundheitssystemen wie jenem in Dänemark. Isabella Purkart trifft einen Vater, der vor Kurzem erfahren hat, dass die Augentropfen, auf die seine Tochter dringend angewiesen ist, nicht mehr erhältlich sind. Ohne die Tropfen droht dem Mädchen im schlimmsten Fall der Verlust des Augenlichts. Wie anfällig Europas Medikamentenversorgung geworden ist, zeigt auch die dänische Pharmafirma „Xellia“. Das Unternehmen muss seine Produktionsstätte von Kopenhagen nach China verlegen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Der Krieg im Iran hat einmal mehr Europas starke Abhängigkeit von Energieimporten aufgezeigt. Eine EU-Strategie für den Kernenergieausbau soll die Stromversorgung in Zukunft leistbar und krisensicher machen. Frankreich bezieht schon jetzt rund 65 Prozent seines Stroms aus Kernkraft. Zahlreiche Start-ups arbeiten mit finanzieller Unterstützung des Staates an neuen Technologien, um kleinere Kraftwerke zu entwickeln. Denn der SMR – der Small Modular Reactor – soll die Zukunft der Atomenergie sein. Wie stark der Rückhalt in der Bevölkerung für die Renaissance der Kernkraft ist, erfährt Cornelia Primosch in der Normandie. An der Ärmelkanalküste machen sich lokale Fischer für ein neues AKW stark, um den Bau eines Offshore-Windparks zu verhindern.

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender