
Weichenstellung für neue Fuß- und Radverbindung in Hietzing
Neuer Widmungs- und Bebauungsplan als Grundlage für wichtige Verbindung entlang der Verbindungsbahn – Schaffung neuer Schutzzone und sozialer Infrastruktur
Im gestrigen Gemeinderatsausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke wurde ein neuer Flächenwidmungs- und Bebauungsplan für den südlichen Teilbereich der Verbindungsbahn und Umgebung beschlossen. Der Plan definiert die zukünftigen Rahmenbedingungen unter anderem für Bauklassen, Bebauung, Grünflächen sowie Rad- und Fußwege für einen rund 32 Hektar großen Teil von Hietzing. Entlang der Verbindungsbahn ermöglicht die Widmung künftig eine hochwertige Fuß- und Radverbindung. Das ist die Grundlage für den weiteren Ausbau des Wiener Radwegenetzes und eine durchgehende Verbindung vom Wiental bis in den Süden Wiens. In Teilen von Lainz wird die Schutzzone vergrößert. Das umfasst die für den Bezirk charakteristische freistehende Villenbebauung, die künftig als Schutzzone ausgewiesen werden soll. Damit bleibt das äußere Erscheinungsbild der Gebäude bewahrt. Zusätzlich soll nach dem vorliegenden Plan die soziale Infrastruktur ausgebaut und Begrünungsmaßnahmen beschlossen werden.
„Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan ist eine wichtige Weichenstellung für Hietzing und das Fundament für weitere Entwicklungsschritte in einem Gebiet, das rund 45 Fußballfelder groß ist. Dieser Plan zeigt wie das Bewahren von Bestehendem mit der Schutzzone und die Weiterentwicklung der Stadt mit dem Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes und der sozialen Infrastruktur Hand in Hand geht“, so Ausschuss-Vorsitzender Omar Al-Rawi.
Der Bereich des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans erstreckt sich von der Veitingergasse im Norden bis zur Klimtgasse bzw. Bezirksgrenze im Osten sowie über die angrenzenden Baublöcke mit Teilen des historischen Ortskerns von Lainz. Auch das südlich an die Bahn anschließende Siedlungsgebiet zwischen Speisinger Straße und Wattmanngasse ist Teil des Plans.
„Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, wie unsere Pläne aus dem Regierungsprogramm Realität werden. Die Möglichkeit für diesen neuen, bahnbegleitenden Weg ist eine ganz besonders erfreuliche Nachricht für alle, die in Hietzing zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Diese so wichtige Verbindung quer durch den Bezirk war uns als Aufschwungskoalition ein großes Anliegen – jetzt schaffen wir die Voraussetzung für mehr Platz und Sicherheit für klimafreundliche, aktive Mobilität“, fügt NEOS Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner hinzu.
GRUNDLAGE FÜR HIETZINGER STADTENTWICKLUNG
Die neue Flächenwidmung hat zum Ziel die für den 13. Bezirk charakteristische Siedlungsstruktur der freistehenden Villenbebauung durch eine vergrößerte Schutzzone für die Zukunft zu erhalten und zu sichern. Zur Ergänzung der sozialen Infrastruktur ist beabsichtigt am Areal des Kardinal-König-Hauses an der Jagdschloßgasse ein Tageshospiz zu errichten und einen dort ansässigen Kindergarten zu erneuern. Zudem sind Begrünungsmaßnahmen vorgesehen. Zur Verbesserung des Mikroklimas soll eine intensive Begrünung von Flachdächern oder flach geneigten Dächern, eine Vorschreibung einer Fassadenbegrünung und ein Unterbauungsverbot für Bereiche mit attraktivem Baumbestand vorgeschrieben werden. Im Zuge der Errichtung der Verbindungsbahn durch die ÖBB soll zudem ein sicherer bahnbegleitender Weg für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen entstehen. Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan schafft die Voraussetzung für diese tangentiale Radverbindung zwischen Wiental und dem Wiener Süden.
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Sarah Hierhacker, MA
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