
SPÖ-Kampus ruft Gesundheitsnotstand für Graz aus
Bei mehr als 80 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Graz reicht die E-Card nicht
Im Rahmen einer Pressekonferenz in einer aufgelassenen Arztpraxis hat die SPÖ Graz rund um SPITZENKANDIDATIN DORIS KAMPUS den Gesundheitsnotstand in Graz ausgerufen. Immer weniger Kassenärztinnen und -ärzte stehen einer wachsenden Bevölkerung gegenüber mit spürbaren und zunehmend belastenden Folgen für die Menschen in der Stadt.
Lange Wartezeiten, fehlende Termine und steigende Kosten prägen bereits heute den Alltag vieler Patientinnen und Patienten. Die medizinische Versorgung droht damit immer stärker zur Frage der finanziellen Möglichkeiten zu werden. Die Situation in der steirischen Landeshauptstadt ist ernst und erfordert rasches Handeln.
Nur mehr 19% aller niedergelassenen Ärzt:innen in Graz haben einen Kassenvertrag, bei 81% müssen die Menschen extra zahlen. Bei den Fachärzten ist es noch schlimmer: Hier reicht bei 85% die E-Card nicht und die Geldbörse entscheidet über Termin und Behandlung. Die Zukunft wird noch schlechter: Fast die Hälfte der Ärzt:innen in Graz geht in den nächsten 10 Jahren in Pension.
In einzelnen Fächern ist die Entwicklung dramatisch: So stehen z.B. für ganz Graz nur 7 Urologen zur Verfügung, im Bereich der psychischen Gesundheit sind es nur 3 Psychiater. Auch in den anderen Fächern sieht es nicht besser aus. Egal, ob bei Kindern, HNO oder Frauen: Graz ist dramatisch unterversorgt.
DEUTLICHE KRITIK AN DER STADTPOLITIK
In diesem Zusammenhang wird auch Kritik an Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer laut. Zwar liegen zentrale Zuständigkeiten bei Land Steiermark und Österreichischer Gesundheitskasse, dennoch müsse die Stadt ihre Möglichkeiten konsequent nutzen und aktiv gegensteuern.
_„Wir haben einen echten Gesundheitsnotstand in Graz. Wenn bei 85 Prozent aller Fachärzte die E-Card nicht mehr ausreicht, wird Gesundheit zur Frage der Geldbörse. Diesen Zustand können und dürfen wir nicht akzeptieren“_, betont DORIS KAMPUS.
BERICHT AUS DER PRAXIS
_Allgemeinmediziner Dr. Max Mairinger_, Kassenarzt in Graz, gab Einblick in die Herausforderungen seines Berufs und der Situation des Gesundheitsnotstandes. _„Es passiert mir leider immer wieder, dass ich keine zeitgerechten Kassen-Facharztbehandlungen für meine Patientinnen und Patienten bekomme. Das ist in manchen Fällen, wie etwa bei Krebspatienten, eine echte Katastrophe. Man kann also durchaus von einem Gesundheitsnotstand in Graz sprechen.“_
BEVÖLKERUNG SOLL EINGEBUNDEN WERDEN
Um die Dringlichkeit der Situation stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, plant die SPÖ Graz in den kommenden Wochen umfassende Informationsmaßnahmen.
_„Graz braucht jetzt entschlossenes Handeln und eine aktive Gesundheitspolitik, bevor sich die Versorgungslage weiter verschärft“_, so KAMPUS.
KONKRETE LÖSUNGSANSÄTZE
* Ein Gesundheitszentrum in jedem Grazer Bezirk
SPÖ Graz
Patrick Trabi
Telefon: +43664/5138366
E-Mail: patrick.trabi@spoe.at
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