MUK: Interuniversitäres Symposium WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE: Universitäten in der Verantwortung

Interuniversitäres Symposium mit hochkarätiger Beteiligung – Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner und MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny diskutieren zentrale Zukunftsfragen.

Vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und demokratischer Erosionsprozesse widmet sich das interuniversitäre Symposium „WISSENSCHAFT – KUNST – DEMOKRATIE: Universitäten in der Verantwortung“ der Frage nach der Rolle von Wissenschaft und Kunst in Zeiten wachsender populistischer und autoritärer Tendenzen.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Wissenschaft – Kunst – Demokratie“, das vom Interuniversitären Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek – einem innovativen Zusammenschluss von Wissenschafter*innen und Künstler*innen der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), ein Unternehmen der Wien Holding – durchgeführt wird. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit der Verantwortung von Universitäten, Kunstinstitutionen sowie Akteur*innen aus Wissenschaft und Kulturpolitik im Umgang mit antidemokratischen Diskursen.

ZENTRALE DISKUSSION MIT BUNDESMINISTERIN UND REKTOR

Ein besonderer Höhepunkt des Symposiums ist die prominent besetzte Diskussionsrunde „Kunst- und Wissenschaftsuniversitäten als Orte der Demokratie“ am 21. April. Hier diskutieren unter anderem Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung) sowie MUK-Rektor Andreas Mailath-Pokorny gemeinsam mit Vertreter*innen der Universität Wien über die gesellschaftliche Verantwortung von Hochschulen. Im Fokus stehen Fragen nach institutionellen Versäumnissen, strukturellen Defiziten sowie konkreten Handlungsspielräumen zur Stärkung demokratischer Werte.

ZWISCHEN ANALYSE UND INTERVENTION

Ausgehend von den literarischen und gesellschaftskritischen Arbeiten Elfriede Jelineks, die Mechanismen propagandistischer Massenmobilisierung und demokratiegefährdender Dynamiken offenlegen, fragt das Symposium nach möglichen Strategien von Wissenschaft und Kunst: Wie können sie aktiv gegen antidemokratische Rhetoriken wirken? Wo liegt die Grenze zwischen Kritik und Intervention?

Internationale Keynotes – darunter die Autorin Olga Flor sowie der Philosoph Dieter Mersch – eröffnen dabei unterschiedliche Perspektiven auf die gegenwärtige Lage von Kunst und Wissenschaft.

ZWEI ABENDE, EIN GEMEINSAMES ZIEL

Ziel des Symposiums ist es, neue Perspektiven auf die gesellschaftliche Verantwortung von Universitäten zu eröffnen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Politik zu stärken – gerade in Zeiten, in denen demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck geraten.

Das Symposium findet an zwei Abenden an der MUK und der Universität Wien statt und versammelt Expert*innen aus Wissenschaft, Kunst und Kulturpolitik:

DIENSTAG, 21. APRIL 2026, 18:00 UHR (EINTRITT FREI)

MUK.PODIUM, MUSIK UND KUNST PRIVATUNIVERSITÄT DER STADT WIEN

Mit Keynote von Olga Flor sowie Gesprächen und Diskussionen zur Rolle von Kunst und Wissenschaft als kritische oder intervenierende Kräfte in der Gesellschaft; u.a. mit Bundesministerin Holzleitner, MUK-Rektor Mailath-Pokorny und Rektor der Bruckner Universität Rummel.

DONNERSTAG, 23. APRIL 2026, 18:00 UHR (EINTRITT FREI)

ALTE KAPELLE, CAMPUS DER UNIVERSITÄT WIEN

Mit Keynote von Dieter Mersch sowie Fokus auf interdisziplinäre Strategien und Kooperationen zwischen Kunst und Wissenschaft als mögliche Formen des Widerstands.

DIE TEILNAHME AM SYMPOSIUM IST KOSTENLOS.

KONZEPTION UND ORGANISATION: PIA JANKE, ROSA EIDELPES

„_Das Werk von Elfriede Jelinek steht seit Jahrzehnten für eine konsequente und präzise Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Ihre Texte verbinden Fragen von Geschlecht, Klasse, Migration sowie politische und mediale Dynamiken zu einer scharfen Analyse unserer Gegenwart und entfalten damit eine Wirkung, die weit über den österreichischen Kontext hinausreicht. Das Interuniversitäre Symposium _Wissenschaft – Kunst – Demokratie_ knüpft genau hier an: Es macht sichtbar, wie eng künstlerische Praxis und wissenschaftliche Reflexion miteinander verbunden sind, wenn es darum geht, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu beleuchten. In einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten, unterstreicht die Veranstaltung die zentrale Rolle von Universitäten als Orte des offenen Diskurses – und die gemeinsame Verantwortung von Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit, demokratische Prozesse aktiv mitzugestalten und weiterzudenken_,“ so Rosemarie Brucher, Vizerektorin für Wissenschaft und Forschung der MUK.

INTERUNIVERSITÄRES FORSCHUNGSNETZWERK ELFRIEDE JELINEK DER UNIVERSITÄT WIEN UND DER MUSIK UND KUNST PRIVATUNIVERSITÄT DER STADT WIEN

Das Interuniversitäre Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek, das seit 1. Februar 2020 besteht, ist ein gemeinsames Zentrum der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), der beiden Institutionen also, an denen Elfriede Jelinek studiert hat.

Dieses Zusammenwirken ist nicht nur ein innovatives Modell der Kooperation einer Wissenschafts- und einer Kunstuniversität, sondern ergibt sich auch konsequent aus Elfriede Jelineks intermedialer Arbeitsweise und aus ihrer starken Affinität zur Musik, zum Theater, zum Musiktheater, zum Tanz und zum Film.

Im interuniversitären Dialog vernetzt das Forschungsnetzwerk Wissenschaft und Kunst. Es erarbeitet neue interdisziplinäre Methodiken und Formate und entwickelt neue Formen wissenschaftlich-künstlerischer Forschung.

ÜBER DIE MUK

Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) ist eine öffentliche Institution, die den Studierenden an den Fakultäten Musik und Darstellende Kunst eine leistbare, exzellente künstlerische, wissenschaftliche und kunstpädagogische Berufsausbildung bietet. Mit derzeit etwa 900 Studierenden und mehr als 280 namhaften Lehrenden vereint die MUK international herausragende Künstler*innen der Bereiche Musik, Tanz, Schauspiel, Gesang und künstlerische Forschung.

An den Standorten Johannesgasse, Bräunerstraße und Singerstraße ist der Innenstadt-Campus dieser einzigen Universität der Stadt Wien wesentlich in das urbane und kulturelle Leben Wiens eingebunden. Als Tochtergesellschaft der Wien Holding steht die MUK zur Gänze im Eigentum der Stadt Wien und ist durch diese Trägerschaft eng mit den anderen Kulturbetrieben vernetzt.

WEITERE INFORMATIONEN UND LINKS

* Interuniversitäres Forschungsnetzwerk Elfriede Jelinek

PRESSEFOTO:

Das Foto zur Aussendung ist im Pressebereich der Wien Holding unter www.wienholding.at/Presse/Presseaussendungen abrufbar. Honorarfreier Abdruck im Zuge der Berichterstattung unter Nennung des Copyrights.

Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK)
Leitung Marketing und Kommunikation
Tel.: 01 512 77 47 – 220
E-Mail: b.mayer-rohonczy@muk.ac.at
www.muk.ac.at

Marie-Christin Berger-Hat
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK)
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01 512 77 47 – 223
E-Mail: presse@muk.ac.at
www.muk.ac.at

Alexander Hirschmann
Wien Holding – Corporate Communications
Tel.: 01 408 25 69 – 13
E-Mail: a.hirschmann@wienholding.at
www.wienholding.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender