WKÖ-Danninger zur Globalschätzung: Jetzt in Forschung investieren und Innovationskraft sichern

F&E entscheidend für Wachstum – Unternehmen tragen Großteil der F&E-Ausgaben

„Dass Österreich bei den Forschungsausgaben EU-weit auf Platz 3 liegt, bestätigt die Stärke unseres Innovationssystems. Jetzt müssen die richtigen strukturellen und budgetären Weichen gestellt werden, um die Innovationsdynamik langfristig abzusichern“, betont Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Globalschätzung der Statistik Austria weist für 2026 eine Forschungs- und Entwicklungsquote (F&E-Quote) von 3,34 % aus und liegt damit knapp unter dem Rekordwert von 3,39 % im Jahr 2025. Die F&E-Ausgaben betragen rund 17,6 Mrd. Euro. Dieses hohe Niveau wird maßgeblich von den Unternehmen getragen: Mit mehr als 11 Mrd. Euro stemmen sie rund zwei Drittel der gesamten Ausgaben und sind damit zentral für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Forschung und Innovation sind entscheidend für Wachstum und Beschäftigung. „Wer heute investiert, schafft morgen Wertschöpfung und Resilienz“, so Danninger. Staatliche F&E-Investitionen sind daher strategische Zukunftsinvestitionen. Umso kritischer ist der Rückgang der öffentlichen Forschungsförderung im Jahr 2026 – gerade vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen.

Es braucht daher ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zu Forschung, Technologie und Innovation. Neben der Forschungsprämie und dem FTI-Pakt 2027–2029 sind flexible Instrumente wie der Fonds Zukunft Österreich zentral. „Wir brauchen eine Verlängerung bis 2030 und eine Dotierung von zumindest 200 Mio. Euro jährlich“, so Danninger.

Auch der Bedarf an Kofinanzierungen für EU-Programme steigt. „Österreich muss im Wettbewerb um Zukunftstechnologien strategisch agieren können. Der Fonds Zukunft Österreich wäre hierfür ein geeignetes Instrument“, betont Danninger.

Neben neuen Maßnahmen müssen bewährte Instrumente abgesichert werden – insbesondere die Forschungsprämie und die FFG-Basisprogramme. „Gerade die FFG-Basisprogramme sind oft der entscheidende Door Opener für Innovation in den Betrieben“, so Danninger.

„Österreich hat ein starkes Innovationssystem. Um diesen Vorsprung zu halten, braucht es jetzt Verlässlichkeit, Flexibilität und gezielte Investitionen“, so Danninger abschließend. (PWK183/NIS)

Andreas Jilly

Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich

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