
Bundesheer unter den Top drei bei internationaler Cyberabwehr-Übung „Locked Shields 2026“
Österreich übt gemeinsam mit Deutschland, der Schweiz und Luxemburg den Schutz kritischer Infrastruktur im Cyberraum
Von 13. bis 24. April nahm das Bundesheer an der jährlich stattfindenden internationalen Cyberabwehrübung „Locked Shields“ teil und belegte dabei einen Platz unter den Top drei. Gemeinsam mit Deutschland, der Schweiz und Luxemburg überzeugte das multinationale Team bei der Abwehr von Cyberangriffen. Unter der Leitung des Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence (CCDCOE) kamen mehr als 4.000 Experten aus über 40 Ländern zusammen.
Verteidigungsmknisterin Klaudia Tanner: „Cyberangriffe kennen keine Grenzen. Deshalb stärken wir unsere Zusammenarbeit mit Partnern in Europa gezielt. Bei ‚Locked Shields‘ trainieren unsere Soldatinnen und Soldaten unter realistischen Bedingungen und bauen ihre Fähigkeiten weiter aus. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit Österreichs und zum Schutz unserer kritischen Infrastruktur.“
Während der seit 2010 jährlich stattfindenden Übung verteidigen nationale und internationale Cyberverteidigungsteams („Blue Teams“) in Echtzeit fiktive zivile und militärische IT-Systeme sowie kritische Infrastrukturen gegen Cyberangriffe eines simulierten Gegners. Neben dem technischen Know-how treffen die Teams rechtliche Entscheidungen und stimmen ihr Vorgehen strategisch und kommunikativ ab. Die Übungsszenarien orientieren sich weitestgehend an aktuellen geopolitischen Spannungen und dienen den internationalen Teams, bestehend aus Militär, Behörden und Wirtschaft, als realitätsnahe Trainingsumgebung, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und gegebenenfalls zu verfeinern.
Rund 200 Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg trainierten mehrere Tage lang unter realistischen Bedingungen in Deutschland den Ernstfall. Im Vordergrund stand die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg sowie der Austausch von Wissen und Fähigkeiten. Ziel war die Cyberabwehr dauerhaft zu stärken. In diesem Jahr unterstützte das Bundesheer mit einem zivil-militärischen Cyberverteidigungsteam. Neben eigenen Spezialisten, einschließlich Milizsoldaten sowie dafür ausgebildeten Grundwehrdienern, sind auch Experten aus der nationalen kritischen Infrastruktur eingebunden. Die Übung zeigt, wie wichtig Vorbereitung und regelmäßiges Training im Cyberraum sind. Dabei greifen technische, rechtliche und strategische Maßnahmen eng ineinander. Zusätzlich ist es den „DACH“-Cyberkommandanten gelungen, eine zukunftsfähige Kooperationsvereinbarung zu treffen.
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