Infektionswinter 2025/26: Mehr als 3.000 stationäre Patient*innen im Wiener Gesundheitsverbund

Veränderte Dynamik, Kinder und Ältere besonders betroffen und stabile Versorgung trotz hoher Belastung

Im Infektionswinter 2025/26 behandelten die Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes mehr als 3.000 Patient*innen aufgrund von Infektionen stationär. Rund jede*r 10. Patient*in brauchte eine intensivmedizinische Behandlung. „Wir erlebten in dieser Saison eine klassische, aber zeitlich vorgezogene Grippewelle, einen flacheren Covid-19-Verlauf und deutlich mehr RSV-Fälle als im Vorjahr. Wir erwarten auch in Zukunft, dass sich Infektionswellen stärker verschieben, überlappen oder früher auftreten, als wir das aus der Vergangenheit gewohnt waren. Darauf stellen wir uns als größter Klinik-Betreiber des Landes gezielt ein, indem wir flexibel planen und unsere Versorgungsstrukturen laufend an die tatsächlichen Entwicklungen anpassen“, erklärt Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes. So blieb die Versorgung auch in Spitzenzeiten jederzeit gewährleistet.

PEAK VON INFLUENZA UND COVID IM DEZEMBER 2025

Die Grippewelle setzte heuer früher als in den vergangenen Jahren ein und erreichte bereits im Dezember ihren Höhepunkt. Rund 712 Patient*innen wurden in diesem Monat stationär behandelt, im Jänner blieb das Niveau ähnlich hoch. Auch COVID-19 zeigte einen Peak im Dezember mit 330 Patient*innen, allerdings auf niedrigerem Niveau und mit flacherem Verlauf. Ab Februar gingen die Fallzahlen deutlich zurück, während RSV an Bedeutung gewann – mit 227 stationären Patient*innen gegenüber 180 Influenza-Fällen im selben Zeitraum. Diese zeitliche Überlagerung mehrerer Viruswellen führte phasenweise zu erhöhtem Versorgungsdruck in den Kliniken.

KINDER BESONDERS ANFÄLLIG AUCH FÜR SCHWERE VERLÄUFE

Kinder sind häufiger von schweren Verläufen betroffen, das zeigen auch die Zahlen des Wiener Gesundheitsverbundes im Winter 2025/2026. Allein im Dezember mussten 22 Kinder und Jugendliche aufgrund von Infektionen im Wiener Gesundheitsverbund intensivmedizinisch betreut werden, das entspricht etwa 16 Prozent der jungen Patient*innen. Warum? „Das Immunsystem von Säuglingen und Kleinkindern kommt oft erstmals mit verschiedenen Erregern in Kontakt, manchmal auch gleichzeitig“, erklärt Thomas Wagner, Vorstand der Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde an den Kliniken Floridsdorf und Donaustadt. Am häufigsten standen bei stationär aufgenommenen Kindern und Jugendlichen Influenza-Infektionen im Vordergrund, gefolgt von COVID-19. „Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Impfangebote konsequent zu nutzen. Das senkt das Risiko für schwere Verläufe deutlich.“

SCHWERE VERLÄUFE VOR ALLEM BEI ÄLTEREN UND VORERKRANKTEN UNGEIMPFTEN PATIENT*INNEN

Neben Kindern sind auch Personen über 60 Jahre sowie Menschen mit Vorerkrankungen besonders oft von Infektionen betroffen. Und auch hier bedurften ungeimpfte Menschen im Winter 2025/2026 deutlich häufiger einer Behandlung auf einer Intensivstation. „Die gute Nachricht ist: Ein schwerer Verlauf ist oft vermeidbar. Seit Ende 2024 ist die Influenza-Impfung für alle in Österreich lebenden Menschen kostenlos verfügbar. Dieses Angebot könnte gerade von Risikogruppen noch stärker genutzt werden“, erinnert Marton Szell, interimistischer Leiter der Notfallambulanz mit Infektionsambulanz der Klinik Donaustadt. Auf den Intensivstationen wurden diesen Winter insbesondere Influenza-Fälle behandelt. COVID-19 verteilt sich aktuell stärker über das gesamte Jahr. „COVID-19 ist in den letzten ein bis zwei Jahren spürbar in den Hintergrund getreten. Die letzte größere Welle sahen wir im Winter 2023/2024“, so Szell.

Wiener Gesundheitsverbund – Unternehmenskommunikation
Tobias Grubinger
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