
Länger ohne belastende Krebstherapie leben: Neue Zielgrößen für Krebsstudien definiert
EINE INTERNATIONALE EXPERT:INNENGRUPPE UNTER LEITUNG DES COMPREHENSIVE CANCER CENTER (CCC) VON MEDUNI WIEN UND AKH WIEN HAT MESSGRÖSSEN FÜR KLINISCHE STUDIEN BEI KREBSERKRANKUNGEN MIT VEREINZELTEN METASTASEN FESTGELEGT. ZIEL IST ES, DEN NUTZEN MODERNER, GEZIELT AUF METASTASEN AUSGERICHTETER THERAPIEN MIT ENDPUNKTEN ZU BEWERTEN, DIE FÜR PATIENT:INNEN BESONDERS RELEVANT SIND. DIE JETZT IM FACHMAGAZIN _THE LANCET ONCOLOGY_ VERÖFFENTLICHTE KONSENSUSARBEIT MARKIERT EINEN PARADIGMENWECHSEL IN DER KREBSFORSCHUNG.
Der Fokus der Konsensusarbeit liegt auf oligometastatischem Krebs. Darunter ist das Krankheitsstadium zwischen lokal begrenzter Erkrankung und weit fortgeschrittener Metastasierung zu verstehen, das bei vielen Tumorarten auftreten kann. Eine Heilung ist in diesem Stadium möglich, Patient:innen können heute zum Teil viele Jahre in guter Lebensqualität mit vereinzelten Metastasen leben. Metastasen-zielgerichtete Therapien (MDT, metastasis-directed therapies) sind hochpräzise lokale Therapieverfahren wie die stereotaktisch ablative Radiotherapie (SABR), chirurgische Resektion oder Thermoablation, mit denen in bildgebenden Verfahren einzelne Metastasen gezielt behandelt werden können.
Das jetzt in The Lancet Oncology veröffentlichte Konsensuspapier geht aus der weltweit größten prospektiven Kohortenstudie OligoCare zur Evaluation von SABR bei Oligometastasierung verschiedener Tumorarten mit mehr als 3.500 eingeschlossenen Patient:innen hervor. Da in vielen dieser SABR als lokales Verfahren eingesetzt wird, lag auch im Konsensusprojekt ein Schwerpunkt auf der hochpräzisen Radiotherapie. Ziel war es, valide primäre Studienendpunkte zu definieren, die aus Patient:innenperspektive relevant und zugleich für unterschiedliche Krebserkrankungen im oligometastatischen Stadium anwendbar sind.
Im Fokus standen klinische Studien, die den Nutzen der verschiedenen Therapiemöglichkeiten in Kombination mit medikamentösen Therapien untersuchen. Die Expert:innen wurden aus dem OligoCare-Konsortium der European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) und der European Society for Radiotherapy and Oncology (ESTRO) zusammengesetzt und umfassen die Bereiche Radiotherapie, Radiologie, Epidemiologie und Statistik. Weiters eingebunden waren Vertreter:innen europäischer Patient:innenorganisationen.
WIEDERHOLTE ENTFERNUNG VON METASTASEN MÖGLICH
Mag. Johannes Angerer
Leiter Unternehmenskommunikation
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