
Samariterbund schlägt Alarm: Rettungsorganisationen werden im Stich gelassen
Ohne Entlastung drohen Engpässe: Samariterbund fordert MÖSt-Befreiung und nachhaltige Finanzierung
Der Samariterbund pocht auf eine rasche Befreiung der Rettungsorganisationen von der Mineralölsteuer (MÖSt). Angesichts massiv gestiegener Treibstoffkosten und gleichzeitig stagnierender Tarife durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) geraten die Organisationen zunehmend unter Druck.
TREIBSTOFFKOSTEN STEIGEN – UNTERSTÜTZUNG BLEIBT AUS
„Einsätze lassen sich weder verschieben noch reduzieren. Steigende Spritkosten treffen Rettungsorganisationen daher besonders stark“, erklärt Wolfgang Dihanits, stellvertretender Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes.
Der Samariterbund legt mit seinen Einsatzfahrzeugen jährlich rund 19 Millionen Kilometer zurück. Der Treibstoffverbrauch ist dementsprechend hoch – ebenso die Belastung durch Mineralölsteuer und CO₂-Bepreisung.
„Während in der Landwirtschaft im kommenden Budget erneut Entlastungen bei Treibstoffkosten vorgesehen sind, bleiben Rettungsorganisationen weiterhin außen vor. Dabei transportieren wir keine Wirtschaftsgüter, sondern Menschen in akuten Notsituationen. Es ist schwer nachvollziehbar, warum hier keine vergleichbare Unterstützung vorgesehen ist.“
Dihanits stellt daher klar: „Eine Befreiung der Rettungsorganisationen von der Mineralölsteuer ist ein notwendiger und längst überfälliger Schritt!“
STAGNIERENDE TARIFE VERSCHÄRFEN DIE SITUATION
Zusätzlich verschärft die ausbleibende Anpassung der ÖGK-Tarife die Lage für Rettungsorganisationen massiv. Während Kosten und Anforderungen kontinuierlich steigen, bleiben die finanziellen Rahmenbedingungen weitgehend unverändert. „Die aktuellen Tarife decken die tatsächlichen Kosten längst nicht mehr ab“, erklärt Dihanits.
„Zudem gehen unsere Leistungen weit über reinen Transport hinaus: Sanitäterinnen und Sanitäter erbringen qualifizierte medizinische Betreuung. Es ist geradezu absurd, dass diese medizinische Leistung nicht entsprechend abgegolten wird“, betont Dihanits.
POLITIK GEFORDERT: JETZT GEGENSTEUERN!
Aus Sicht des Samariterbundes braucht es ein klares und nachhaltiges Bekenntnis zur Finanzierung des Rettungswesens: „Eine verlässliche finanzielle Grundlage ist entscheidend, um das bereits stark belastete Gesundheitssystem nicht weiter zu schwächen. Klar ist: Wenn die Finanzierung nicht entsprechend angepasst wird, stoßen auch Rettungsorganisationen an ihre Grenzen. Engpässe in der Versorgung sind dann nicht mehr auszuschließen“, warnt Dihanits abschließend.
Franziska Springer
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