
vida-Eberhart: „Gute Arbeitsplätze im Tourismus sind möglich, man muss sie nur schaffen“
Erstmals „Tourismusstars“-Award verliehen – Gewerkschaft vida sieht Vorzeigebetriebe als Maßstab für gesamte Branche
Am Montagabend, 27. April, wurde in der Orangerie Schönbrunn erstmals der „Tourismusstars“-Award verliehen. In insgesamt 17 Kategorien wurden herausragende Leistungen der Branche ausgezeichnet – darunter auch der Preis „Bester Arbeitsplatz – powered by vida“. Diese Auszeichnung übergab Eva Eberhart, Vorsitzende des vida-Fachbereichs Tourismus, an das NH-Hotel am Flughafen Wien-Schwechat. „Dieser Arbeitgeber zeigt, wie es gehen kann: Er bietet Mitarbeiter:innen aller Lohn- und Gehaltsgruppen 6,3 Prozent mehr als die kollektivvertraglichen Mindestlöhne vorschreiben – und trotzdem wachsen die IST-Löhne jährlich mit den KV-Löhnen. Zudem gilt der Wiener Kollektivvertrag für alle Bundesländer. Dazu kommt ein zusätzlicher freier Tag am Karfreitag, flexible Arbeitszeiten sowie zahlreiche weitere Benefits für die Beschäftigten“, betont Eberhart. Solche Beispiele seien entscheidend, um zu zeigen, dass gute Arbeitsbedingungen im Tourismus möglich sind.
Die eigene Kategorie „Bester Arbeitsplatz – powered by vida“ sei ein wichtiges Signal für die gesamte Branche. „Fortschritt braucht Vorbilder. Es gibt Betriebe, die Verantwortung übernehmen und Wertschätzung leben. Genau diese müssen sichtbar gemacht werden, denn sie setzen Standards für andere“, so Eberhart. Die Gewerkschaft vida ist überzeugt: Der Tourismus kann eine attraktive Branche sein. Voraussetzung dafür sind faire Löhne, planbare Arbeitszeiten, gute Arbeitsbedingungen und die konsequente Bekämpfung der schwarzen Schafe.
Es gibt noch Handlungsbedarf
In den vergangenen Jahren konnten die Sozialpartnerschaft wichtige Errungenschaften erzielen. „Die Löhne in Hotellerie und Gastronomie sind stetig gestiegen, 2025 wurde ein Mindestlohn von über 2.000 Euro erreicht. Gleichzeitig setzen wir uns als Gewerkschaft vida konsequent für sichere Arbeitsbedingungen und ausreichend Erholungszeiten ein“, erklärt Eberhart. Dennoch gebe es weiterhin deutlichen Verbesserungsbedarf: „Es existieren nach wie vor Betriebe, in denen faire Arbeitsbedingungen keine Selbstverständlichkeit sind. Deshalb braucht es weiterhin strenge Kontrollen und Konsequenzen für Problembetriebe.“
Tourismusstars holen Leistungen vor den Vorhang
Mit den „Tourismusstars“ wurde erstmals ein nationaler Award geschaffen, der innovative Konzepte, engagierte Beschäftigte und herausragende Betriebe in der Tourismusbranche sichtbar machen soll. „Mehr als 200.000 Beschäftigte sorgen, tagtäglich dafür, dass sich Gäste in Österreich wohlfühlen. Diese Arbeit verdient Anerkennung – und genau dafür braucht es solche Initiativen“, so Eberhart. „Das Hervorheben von Positivbeispielen kann ein Weg sein, um die Branche attraktiver zu machen und die Bedingungen für die Beschäftigten zu verbessern. Unverzichtbar sind deutliche Verbesserungen im Kollektivvertrag“, nimmt sie abschließend Bezug auf die zuletzt gestockten Kollektivvertragsverhandlungen für die Hotellerie und Gastronomie.
Gewerkschaft vida – Öffentlichkeitsarbeit
Cornelia Groiss
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