
Weltmuseum Wien im Mai: Klimafragen als Kulturfragen
Programmschwerpunkt im Rahmen der Klima Biennale 2026 verknüpft globale Perspektiven aus Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft
Das Weltmuseum Wien positioniert sich mit seinen aktuellen Ausstellungen als diskursive Plattform für die kulturelle Auseinandersetzung mit globalen Perspektiven auf Klimawandel, Verantwortung und nachhaltige Zukunftsvisionen. In enger Partnerschaft mit der Klima Biennale Wien 2026 und unterschiedlichen Institutionen wird im Mai ein vielschichtiger Programmschwerpunkt präsentiert, der Kunst, Wissenschaft und gesellschaftliche Debatten verbindet.
„Klimafragen sind immer auch Kulturfragen. Mit unserem Programm öffnen wir Räume für neue Perspektiven und einen Dialog, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet“, meint Claudia Banz, Direktorin des Weltmuseums Wien.
Im Zentrum steht die Frage, wie Klimawandel nicht nur als naturwissenschaftliches, sondern als kulturelles, historisch gewachsenes und kolonial geprägtes Phänomen verstanden werden muss, insbesondere mit Blick auf den globalen Süden – und welche Rolle Institutionen wie Museen dabei einnehmen können, um diese komplexen Zusammenhänge sichtbar zu machen.
AKTUELLE AUSSTELLUNGEN
In der international akklamierten Ausstellung „SUPERFLUX: THE CRAFTOCENE“ (bis 16.08.2026) untersucht das Londoner Design-Kollektiv Superflux mit einer spekulativen Archäologie der Zukunft anhand von drei spektakulären Installationen wie sich Handwerk, Technologie und ökologische Intelligenz zu neuen Formen des Zusammenlebens aller Spezies nach dem Ende des Anthropozäns verbinden lassen.
Die indonesische Künstlerin Indah Arsyad nimmt in ihrer multimedialen Schau „THE ULTIMATE BREATH“ (noch bis 25.05.) das Atmen als Ausgangspunkt, um Verbindungen zwischen menschlicher Existenz und planetaren Prozessen sichtbar zu machen. Sie versteht die Klimakrise auch als Wissenskrise und plädiert für die Einbeziehung indigener Wissensformen, die auf langfristiger Beobachtung und Beziehungen zur mehr-als-menschlichen Welt beruhen.
Die Sonderpräsentation „REGENERATIVES DESIGN“ (bis 16.08.2026) zeigt das Weltmuseum in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst als Zukunftslabor: Im Zentrum stehen ausgewählte Artefakte aus den Sammlungen des Hauses und die Frage, was uns diese über resilientere Lebensformen und damit über mögliche Zukünfte erzählen und lehren können.
KÜNSTLERISCHE INTERVENTION IM STADTRAUM
Mit „NJOLA IMPRESSIONS: KITEEZI“, einer eigens für das Weltmuseum entwickelten Ausstellung der ugandischen Künstlerin Nabukenya Allen (Künstlername Njola) im Theseustempel wird der öffentliche Raum ab 29. Mai schließlich zum Ort der Reflexion. Dabei wird Müll zur Sprache der Erneuerung. Ausgangspunkt für diese Arbeit ist ein verheerender Erdrutsch auf der Kiteezi-Deponie, der wichtigsten Abfallentsorgungsanlage der Stadt Kampala.
Der Theseustempel fungiert dabei gleichsam als offener Resonanzraum, der Besucherinnen und Besucher einlädt, historische Zusammenhänge mit aktuellen ökologischen Herausforderungen zu verbinden.
HIGHLIGHT-TERMINE IM MAI: GESPRÄCHE, PANELS, FÜHRUNGEN UND WORKSHOPS
Führungen
DEEP DIVE: THE ULTIMATE BREATH – Führung durch die Sonderausstellung _Indah Arsyad The Ultimate Breath_ mit Jani Kuhnt-Saptodewo_ _
Weltmuseum Wien
Mag. Dr. Wolfgang Lamprecht (ext. Leitung)
Mag. Sarah Aistleitner
Tanja Stigler
Telefon: +43 1 525 24 – 4025 / – 4019
E-Mail: presse@weltmuseumwien.at
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