Götze/Neßler/Grüne: Verkehrslärm ist Handlungsauftrag für Politik

Totschnig sollte IG-Lärm-Forderung von Mattle umsetzen

„Seit langem wissen wir, wie gesundheitsschädlich Dauerbelastung durch Verkehrslärm ist. Er beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden, sondern verursacht auch beträchtliche volkswirtschaftliche Kosten. Ebenso bekannt ist, was dagegen wirkt: Zum Vermeiden unnötiger Fahrten mit dem Auto brauchen wir mehr und bessere Öffis sowie Infrastruktur fürs Radeln und Zu-Fuß-Gehen. Höchste Zeit, dass alle zuständigen Ebenen hier ins Tun kommen“, sagt Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin der Grünen, zum heutigen internationalen Tag gegen Lärm. Und weiter: „Auf Gemeindestraßen bewährt sich vielerorts Tempo 30, das sollten Gemeinden noch viel mehr nützen. Beispielsweise auch auf Landes- und Bundesstraßen in Gemeinden, wo die ehemalige Klimaschutzministerin Leonore Gewessler für schützenswerte Bereiche Vereinfachungen geschaffen hat. Dass diese noch nicht umgesetzt werden, liegt offenbar an den Verkehrslobbies auf Landesebene. Hier brauchen die Bürgermeister:innen mehr Rechte bei der Durchsetzung.“

Verkehrslärm belastet jede dritte Person in Österreich, Hauptverursacher und damit die größte Lärmquelle im Land ist der Straßenlärm. In Niederösterreich ist mit über einer halben Million die größte Anzahl an Menschen vom Verkehrslärm betroffen, in Tirol mit 40 Prozent der größte Anteil der Bevölkerung. Die Tiroler Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler sagt dazu: „Die Tiroler:innen zahlen mit ihrer Gesundheit drauf. Beim zuständigen Tiroler ÖVP-Minister Norbert Totschnig herrscht leider kompletter Stillstand, obwohl gerade mit Blick auf die Nachtruhe am Transitkorridor entschlossenes Handeln unverzichtbar wäre. Dazu gehört auch die konsequente Durchsetzung der LKW-Tempolimits. Denn den Tiroler:innen reicht es einfach.“

Götze und Neßler abschließend: „Wenn schon von Minister Totschnig nichts Eigenständiges kommt, sollte er wenigstens endlich die Forderung seines Parteikollegen, des Tiroler Landeshauptmannes Mattle, nach einem Immissionsschutzgesetz Lärm umsetzen.“

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