
Club Havera präsentiert: Mizrachi Futurismus #2: Alechem Hashalom
Eine Performance im Nestroyhof Hamakom
Was passiert, wenn wir aufhören, so zu tun, als sei die Welt nur das, was wir auf Bildschirmen sehen? Am 26. 27. UND 29. JUNI verwandelt das Projekt MIZRACHI FUTURISMUS #2 ALECHEM HASHALOM den Nestroyhof Hamakom in einen Ort des Widerstands, der Heilung und der radikalen Vorstellungskraft.
DIE RADIKALE KRAFT DER BEGEGNUNG
In einer Zeit, in der wir Glück in immer komplexeren Algorithmen suchen, erinnert diese Performance daran, dass eine der wichtigsten Technologien kein binärer Code ist, sondern die Energie, die entsteht, wenn wir als Menschen leibhaftig zusammenkommen. Wo wir einander leibhaftig begegnen und Raum miteinander teilen, entsteht eine Kraft der Erneuerung, die sich jeder algorithmischen Logik entzieht. Es ist ein lebendiges System, das auf Empathie statt auf Effizienz programmiert ist.
HINTER DEM VORHANG DER ALGORITHMEN
Sheri Avraham beschreibt ihren Anspruch an die Performance wie folgt:_ “Wir leben in Strukturen, die versuchen, unsere Identität in kleine Boxen zu pressen und sie ökonomisch verwertbar zu machen. Und Mizrachi Futurismus ist mehr als eine Kategorie. Es ist eine Praxi- Wir holen uns die Geschichten unserer Vorfahren zurück, die von der westlichen Geschichtsschreibung vergessen wurden – und entziehen sie patriarchalen Ordnungen. Wir bewegen uns jenseits der Raster, die festlegen wollen, was wir zu sein haben.”_ Die Performance blickt durch eine jüdisch-diasporische, mizrachische, queere Linse auf das, was uns ausmacht, und feiert das, was sich nicht festschreiben lässt – das Mehrdeutige, das Widersprüchliche, das Geheimnisvolle, das sich nicht als Datenpunkt erfassen lässt.
DER KÖRPER ALS LEBENDIGES ARCHIV
_Mizrachi Futurismus #2: Alechem Hashalom_ ist eine Fortsetzung eines längeren Forschungsprojekts von Sheri Avraham. Bereits 2025 präsentiert das Jüdische Museum Wien die Performance „Situated Systems“ im Rahmen der Ausstellung „Schwarze Juden, Weiße Juden?“ die Performance „Situated Systems“, die Besucher:innen zur Teilnahme an Seder- und Haggada-Tischen einlud. Im Mizrachi Futurismus wird der Körper nicht als Werkzeug, sondern als lebendiges Archiv begriffen.
DEKOLONIALE TRÄUME IN EINFACHEN BILDERN
Anstatt theoretischer Abstraktion arbeitet die Performance mit Ritualen und Gesten, um Visionen der jüdischen Diaspora auf eine mögliche Zukunft zu richten, die Sexismus, Rassismus und Antisemitismus klar widerspricht und diese zurückweist.
Die Performance entfaltet sich als fotografische Installation gemeinsam mit dem Fotograf Daniel Shaked und der Kostümbildner Gabi Moncayo Asan, Gemälde von Ariel Shefi und Musik von Alon Siv. Sie übersetzt das Konzept des Mizrachi Futurismus in eine visuelle Sprache der Sehnsucht nach einem unerreichbaren Zuhause. Bilder, Farben und Formen werden kontinuierlich neu konfiguriert und erscheinen als Fragmente von Erinnerung, Geschichte und spekulativen Zukünften. Die Installation versteht sich nicht als Darstellung, sondern als ein Raum im Werden.
Eine zentrale Ebene ist _Reclaiming Time_, eine antikapitalistische Geste, die Zeit aus einer leistungsorientierten Gesellschaft zurückerobert. Zeit wird hier als Relation verstanden, nicht als Produktivität; als Suspension statt Beschleunigung – als Praxis der Langsamkeit als Widerstand und der Präsenz als Form der Verweigerung.
„Wir laden mit _Mizrachi Futurismus #2: Alechem Hashalom_ das Publikum ein, Teil einer Verwandlung zu werden. Es ist eine Einladung, die Welt nicht mehr durch den Filter eines Smartphones zu sehen, sondern durch das kollektive Nervensystem einer Gemeinschaft, die sich weigert, ihre Komplexität aufzugeben“, schließt Avraham.
Fotos und weitere Informationen sind hier zu finden.
Club Havera
Sheri Avraham
Telefon: 069911726545
E-Mail: clubhavera@gmail.com
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