
Industrie zu Bildung in Zahlen: Früh fördern, Grundkompetenzen sichern, Pädagoginnen und Pädagogen stärken
Sprachförderung im Kindergarten, Bildungspflicht und qualitätsgesicherter Quereinstieg als zentrale Hebel für ein leistungsfähigeres Bildungssystem
Die heute veröffentlichte Statistik-Austria-Publikation „Bildung in Zahlen“ zeigt eindrücklich, dass Österreich früher, gezielter und verbindlicher in Bildung investieren muss. „Um Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern, muss schon vor dem Schuleintritt angesetzt werden,“ betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer insbesondere mit Blick auf die 10 % der Volksschülerinnen und Volksschüler mit Deutschförderbedarf. „Wir brauchen die rasche Umsetzung des zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres, zielgerichtete Sprachförderung im Kindergarten sowie eine verbindliche Weitergabe der Sprachstandserhebungen an die Volksschulen, um die Sprachdefizite schon frühzeitig zu adressieren. Die Reformpartnerschaft Bildung bietet die Möglichkeit, hier die notwendigen Weichen zu stellen – jetzt muss es zu tragfähigen Einigungen kommen“, unterstreicht IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
_„PLAN ZUKUNFT“ BEINHALTET ENTSCHEIDENDE MASSNAHMEN_
Auch die Zahlen zu frühen Bildungsabbrüchen unterstreichen aus Sicht der Industriellenvereinigung den Handlungsbedarf. „Die von Bundesminister Wiederkehr zuletzt im Plan Zukunft angekündigte und von der IV bereits lang geforderte Einführung einer Bildungspflicht, die den Erwerb zentraler Kompetenzen als Grundlage für weitere Bildungswege, Berufsausbildung und gesellschaftliche Teilhabe in den Mittelpunkt stellt, ist ausdrücklich zu begrüßen und rasch umzusetzen“, so Neumayer und ergänzt: „zudem brauchen junge Menschen Orientierung bei der Entscheidung über ihren Bildungsweg. Deshalb ist das angekündigte eigenständige Fach Bildungs- und Berufsorientierung ein wichtiger und längst überfälliger Schritt. Es kann helfen, Begabungen und Talente sichtbarer zu machen, realistische Perspektiven auf künftige Berufs- und Bildungswege zu eröffnen und Übergänge in weiterführende Bildungseinrichtungen oder Lehre friktionsfreier zu gestalten“.
Mit Blick auf den steigenden Personalbedarf im Bildungswesen, insbesondere an den Berufsschulen, fordert die IV zudem eine Aufwertung des Berufsbildes und eine Stärkung qualitätsgesicherter Quereinstiege. „Gute Pädagoginnen und Pädagogen sind der Schlüssel für ein leistungsfähiges Bildungssystem. Gleichzeitig sollten wir Praxis- und Berufserfahrung stärker als Gewinn für Schulen verstehen. Der Quereinstieg von Lehrpersonen in die Schule kann ein Asset sein, wenn er mit hochwertiger, berufsbegleitender Ausbildung, klaren Qualitätsstandards und guter Begleitung verbunden wird“, so Neumayer abschließend.
Industriellenvereinigung
Marlena Mayer
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