
WKÖ-Klacska: „Heutiges Verhandlungs-Aus zur Spritpreisbremse macht Gewerbediesel umso dringlicher“
Der Brent-Ölpreis erreicht neues Rekordniveau – Transportbranche braucht Entlastung bei Mineralölsteuer und CO2-Abgabe
„Die heute gescheiterten Verhandlungen über eine Verlängerung der Spritpreisbremse zeigen: Die Einführung eines Gewerbediesels ist dringlicher denn je. Denn ohne eine Senkung der Mineralölsteuer sind die starken Preissteigerungen bei Diesel für die Transportwirtschaft nicht länger zu stemmen,“ sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Daran ändert auch wenig, dass sich die Situation an der Zapfsäule aktuell leicht entspannt hat, denn der nächste Preissprung bahnt sich bereits an: „Heute ist Preis für Öl der Nordsee-Sorte Brent wegen der nach wie vor andauernden Blockade der Straße von Hormus auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren gestiegen. Ein Barrel mit Lieferung zum Juni kostete 126,41 US-Dollar. Damit rollt die nächste Preislawine bald auf uns zu“, warnt Klacska.
Er fordert daher ein Aussetzen der CO2-Abgabe sowie eine temporäre Senkung der Mineralölsteuer auf EU-Mindestniveau. Dass dies auf gewerblich genutzten Diesel beschränkt wird, sei technisch einfach zu lösen: „Wir schlagen dazu eine pauschale Rückvergütung vor. Geht man von den aktuellen Preisen aus, würden die Unternehmen damit 205 Euro pro 1000 Liter gewerblich getanktem Diesel zurückbekommen“, rechnet Klacska vor.
ÄHNLICH WIE BEI ENTLASTUNG FÜR BAUERN DURCH AGRARDIESEL
Klacska zufolge ist ein Gewerbediesel dringend nötig, um die Leistungsfähigkeit der gesamten Transportbranche weiterhin sicherzustellen. Denn schon vor den aktuellen Preisanstiegen war die wirtschaftliche Lage der Branche aufgrund der schwachen Konjunktur und gleichzeitig hohen Kosten bei Energie, Lkw-Maut und CO2-Abgabe äußerst angespannt. Und dies betrifft nicht nur den Straßengüterverkehr allein: „Auch Taxiunternehmer oder private Busunternehmen, die z.B. mit dem Schülertransport auch Leistungen für die Allgemeinheit erbringen, stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Wollen wir diese Leistungen sowie die Versorgung der Bevölkerung mit den Gütern des täglichen Bedarfs aufrechterhalten, dann müssen die aktuellen Preissteigerungen abgefedert werden“, sagt Klacska. Nachsatz: „Was für die Bauern mit dem Agrardiesel möglich ist, muss auch für Gewerbetreibende möglich sein.“ (PWK206/DFS)
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