Ja zu Fairness, nein zu Hyper-Bürokratie: Zurück an den Start mit der Entgelttransparenz-Richtlinie!

Statt der versprochenen Entbürokratisierung kommt mit der Entgelttransparenz eine neue Bürokratielawine auf die Betriebe zu. Die ÖHV will die Stopptaste drücken.

„Die EU macht dieselben Fehler wie bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung: die Praxis nicht ausreichend einzubinden. Das Ergebnis ist ein hyperbürokratisches Regelwerk, das Unternehmen und Standort zu teuer kommt“, kritisiert Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung. „Wir sehen und teilen das Ziel. Aber der gewählte Weg führt nicht zu mehr Fairness, sondern in einen Bürokratie-Dschungel der Extraklasse.“

MITTLERE GESCHLECHTSSPEZIFISCHE ENTGELTGEFÄLLE VARIABLER BESTANDTEILE NACH ENTGELTQUARTILEN AUFSCHLÜSSELN?

Die EU-Richtlinie sieht vor, dass die Unternehmen das geschlechtsspezifische und das mittlere geschlechtsspezifische Entgeltgefälle von Löhnen und Gehältern sowie ergänzender und variabler Bestandteile innerhalb einzelner Gruppen von Arbeitnehmer:innen, die gleichwertige Arbeit verrichten, aufschlüsseln, dazu den Anteil Beschäftigter, die ergänzende oder variable Bestandteile erhalten, je Entgeltquartil dokumentieren und Berichte verfassen: „Das ist so kompliziert, wie es klingt, und völliges Neuland. Da sind Fehler vorprogrammiert, und dann hagelt es Strafen, die das Ganze noch teurer machen“, so Veit.

VEIT: ZURÜCK AN DEN START!

Die Lohnverrechnung ist schon jetzt unnötig kompliziert: „Wir unterscheiden zwischen Löhnen und Gehältern, zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen, obwohl beide aus derselben Kasse kommen, zwischen Zulagen und Zuschlägen, zwischen Brutto, Netto und Gesamtarbeitskosten, wir haben 14 Monatsgehälter, aber zwölf Monate. Das ist aufwändig ohne Mehrwert und jetzt kommt noch mehr Bürokratie auf uns zu“, fordert Veit eine Umkehr: „Kommissionspräsidentin von der Leyen hat versprochen, die Bürokratielast für Unternehmen um 25% zu senken. Davon ist nichts zu bemerken, es geht ganz klar in die falsche Richtung. Die EU braucht eine 180-Grad-Kehrtwende! Zurück an den Start mit der Entgelttransparenzrichtlinie! Die Praxis einbinden, die die Löhne und Gehälter bezahlt und all das berechnen muss“, hält Veit fest.

VEIT: „BUNDESREGIERUNG MUSS IN BRÜSSEL ENTLASTUNG DURCHSETZEN!“

Gefordert sieht der Branchensprecher die Bundesregierung: „Auch sie hat uns Bürokratieabbau versprochen. Sie muss in Brüssel durchsetzen, dass der Prozess gestoppt und die Richtlinie grundlegend überarbeitet wird. Wir müssen Praktiker:innen einbinden. Nur sie können verhindern, dass da nur noch mehr sinnlose Bürokratie auf uns zukommt!“

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Österreichische Hotelvereinigung
Martin Stanits
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