Hotellerie verbessert Arbeitsbedingungen, vida poltert: So wird das nichts.

Die vida führt sich in Verhandlungen schlimmer auf als andere im Scheidungskrieg, und 6,5 Mio. Tourismusfonds-Euro bleiben liegen, statt für Beschäftigte eingesetzt zu werden.

„Unrealistische Forderungen begleitet von aggressiven Pauschalvorwürfen: Die vida geht mit dem Vorschlaghammer in Verhandlungen“, wundert sich ÖHV-Präsident Walter Veit mit Blick auf die KV-Verhandlungen. Auch die Betriebe stünden unter enormem Kostendruck, es brauche seriöse Gespräche auf Augenhöhe statt öffentlicher Diffamierung, so der Branchensprecher.

BRANCHE INVESTIERT ENORM

Obwohl der Kostendruck hoch ist, wurden die KV-Löhne und -gehälter 2024 um über 8% erhöht, 2025 folgte eine weitere Erhöhung um 1 % über der Inflation. Lehrlinge erhielten im Durchschnitt Erhöhungen von rund 330 Euro pro Monat, die Berechnungsgrundlage für Sonderzahlungen wurde von KV- auf Ist-Löhne erhöht, um Fremdsprachenzulagen und den neuen, höheren Zuschlag für Nachtarbeit ergänzt, Vordienstzeiten und Branchenerfahrung einbezogen und die Zahl der freien Sonntage pro Jahr gesteigert. Von jeder einzelnen Verbesserung profitieren Beschäftigte, in Summe kosten sie die Unternehmen viel Geld – jedes Jahr aufs Neue, auf ewig. „Wir kennen natürlich die Gewerkschaft, Dank darf man da keinen erwarten. Aber uns ununterbrochen öffentlich abzuwatschen ist zu viel. Die Gesprächsbasis komplett zu ruinieren bringt ja niemandem etwas.“

DAS ENGAGEMENT ZAHLT SICH AUS

Dieses Engagement macht sich bezahlt, Hotels zählen auf Kununu und „Great Place to Work“ zu den Top-Arbeitgebern. Die Gewerkschaft in ihrer Parallelwelt ignoriert, dass die Branche mit jährlichen Praktikant:innenbefragungen die Ausbildungsqualität strukturiert, stetig und gezielt verbessert. Lehrlingswettbewerbe und ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot für Beschäftigte etwa von der ÖHV bilden nur einen Teil der Initiativen ab – bezahlt von den Arbeitgeber:innen zum Vorteil der Beschäftigten.

BONUS-PROGRAMME IM GROSSEN STIL

Freie Kost und Logis, kostenlose Spa-Nutzung, Bergbahntickets, um 25% günstigere Hotelnächtigungen (ÖHV-Friends) und Rabatte bei über 600 Markenartiklern durch Corporate Benefits heben die Hotellerie von anderen Branchen ab. „Wo sonst gibt es das? Das bietet nicht einmal die vida ihren Beschäftigten, aber da schaut sie weg. Sie plakatiert lieber schwarze Schafe und ignoriert unser ehrliches Engagement“, so Veit.

VIDA SOLLTE ENERGIE BESSER IN TOURISMUSFONDS STECKEN ALS IN BRANCHENBASHING

Besser investiert wäre die Energie, die die vida in das Branchenbashing steckt, in den Tourismusfonds: Der erhält seit heuer jährlich 6,5 Mio. Euro aus Steuergeld, um Arbeit im Tourismus zu verbessern. Das erste halbe Jahr ist bald vorbei, getan oder beschlossen wurde noch nichts, das Geld bleibt liegen, obwohl die Gewerkschaft so viel Handlungsbedarf sieht. Erreicht der Fonds von Arbeitsministerin, Arbeiterkammer und vida gesteuerte Fonds seine Ziele nicht, wird er aufgelöst: Dann ist das Geld weg: „Für das erste Jahr wird es schwierig, irgendein Ziel zu erreichen. Realistisch passiert da vor dem Sommer oder im Sommer nichts mehr.“

VEIT: WEG MIT DEM VORSCHLAGHAMMER

„Wir wollen jedenfalls besser werden und werden jedes Jahr besser. Klar liegt noch ein Stück des Weges vor uns, gehen wir das doch gemeinsam: Dann geht es sich leichter“, fordert Veit die Gewerkschaft auf, zu einem konstruktiven Verhandlungsstil zurückzufinden: „Das ist ja keine Art! Selbst in einem Scheidungsprozess wäre mehr Stil angebracht als das, was die vida vor und während der KV-Verhandlungen an den Tag legt – und wir wollen ja nicht getrennte Wege gehen. Also weg mit dem Vorschlaghammer!“, fasst Veit zusammen.

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Österreichische Hotelvereinigung
Martin Stanits
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