
Länderreport belegt: „Österreichs Universitäten sind weltweit sichtbar und haben Einfluss“
uniko-Präsidentin Brigitte Hütter: Studie zeigt, dass ausreichende Finanzierung der Universitäten Früchte trägt und eine Investition in die Zukunft ist.
Österreich ist eine kleine, aber zugleich exzellente Wissenschafts- und Technologienation: Das geht aus einem Ländervergleich durch Elsevier, einem der weltweit größten Wissenschaftsverlage, hervor. Mit rund 0,1 Prozent der Weltbevölkerung erzeugt Österreich etwa 0,8 Prozent der globalen wissenschaftlichen Produktion und erreicht mit einem Field-Weighted Citation Impact (FWCI, ein Maß für Forschungsqualität) von 1,54 eine Sichtbarkeit, die 54 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt liegt.
ENORME WIRKUNG BEI ZITATIONEN
„Österreichs Universitäten sind weltweit sichtbar und haben Einfluss“, sagt uniko-Präsidentin Brigitte Hütter. Bei den Zitationen habe Österreich enorme Wirkung und weise ein kooperatives Forschungsprofil auf. „Damit ist der beste Nährboden für künftige Erträge gegeben, wenn wir nur die Ressourcen bekommen“, sagt Hütter mit Blick auf die laufenden Budgetverhandlungen. „Die Vergleichsstudie belegt, dass eine ausreichende Finanzierung der Universitäten Früchte trägt und eine Investition in die Zukunft ist.“
DREI VIERTEL DER PATENTE VON UNIS
Kürzlich hat auch das österreichische Patentamt mit einer Studie die Innovationskraft der heimischen Universitäten belegt. Demnach gehen fast drei Viertel (74 Prozent) der Patentanmeldungen im Zeitraum 2000 bis 2025 auf die Universitäten zurück (außeruniversitäre Einrichtungen folgen mit 23,4, die Fachhochschulen mit 2,5 Prozent der Patentanmeldungen).
DREI VIERTEL DER WISSENSCHAFTSPUBLIKATIONEN VON UNIS
Elsevier hat die wissenschaftlichen Veröffentlichungen auch innerösterreichisch gewichtet. Und auch hier zeigt sich, dass die Universitäten für drei Viertel – rund 75 Prozent – der heimischen wissenschaftlichen Publikationen maßgeblich verantwortlich sind (drei Prozent entfallen auf die FH).
HÜTTER WARNT VOR UNTERFINANZIERUNG
„Die Studienergebnisse sind bemerkenswert und belegen eindrucksvoll die Innovationskraft der österreichischen Universitäten“, sagt Hütter. Die Universitäten haben für die Leistungsvereinbarungsperiode 2028 bis 2030 einen Finanzierungsbedarf von 18 Milliarden Euro inklusive Ärzt:innengehälter an den Unikliniken angemeldet. „Die Universitäten sind nicht nur in der Lage, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Sie schaffen auch ein Forschungsumfeld, das über Institutionen, Disziplinen und Regionen hinweg Wirkung entfaltet.“ So leisten Universitäten auch einen im europäischen und globalen Vergleich überdurchschnittlichen Beitrag für transparente und faktenbasierte politische Entscheidungsprozesse und erfüllen damit eine wichtige Rolle in der Demokratie. „Dieses Leistungsniveau und diese Zukunftspotenziale dürfen finanziell nicht gefährdet werden“, warnt Hütter.
Universitätenkonferenz (uniko)
Elisabeth Fiorioli
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