LR Rosenkranz: Naturschutz ist Heimatschutz

Den Alpenraum gemeinsam gestalten

„Unsere Alpen- und Voralpenregionen sind nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum sowie vor allem ein Stück Heimat. Niederösterreich zeigt wie kaum eine andere Region, dass Heimat, Natur und Tradition untrennbar miteinander verbunden sind“, so Naturschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz.

Beim politischen Abend der Alpenkonvention im Naturpark Ötscher-Tormäuer hob Rosenkranz die Bedeutung Österreichs hervor, da sich rund ein Drittel des Alpenraums hier befindet. Gerade Niederösterreich verfüge mit den Kalkalpen, Mooren, Bergwäldern und bewirtschafteten Almen über ökologisch wertvolle Räume, die Lebensqualität und regionale Identität sichern: „Die Alpenkonvention ist ein Vorzeige-Beispiel gelebter Kooperation. Denn Naturschutz funktioniert nur dann nachhaltig, wenn er regional getragen wird. Die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Regionen brauchen.“

Unverzichtbar für die Biodiversität des Alpenraums ist zudem die bäuerliche Bewirtschaftung. Viele artenreiche Lebensräume sind erst durch jahrhundertelange Almwirtschaft und extensive Nutzung entstanden. Ohne traditionelle Bewirtschaftung können wertvolle Flächen verbuschen und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten verloren gehen. Naturparke sind weit mehr als reine Schutzgebiete und vereinen die vier zentralen Säulen eines modernen Naturschutzes. „Naturpark-Kindergärten und -schulen leisten einen entscheidenden Beitrag, damit Kinder den Wert von Artenvielfalt und Kulturlandschaft kennenlernen. Denn was wir kennen, das schätzen wir – und was wir schätzen, das schützen wir“, erklärte die Landesrätin.

Kritisch äußerte sich die Landesrätin zudem zur aktuellen EU-Förderpolitik. Während es bisher eigenständige Fonds für Naturschutzmaßnahmen gab, fehlt in der neuen EU-Programmperiode eine klare finanzielle Absicherung für den Naturschutzbereich: „Es hilft wenig, große internationale Ziele zu formulieren, wenn Gemeinden allein gelassen werden, die Finanzierung von Projekten fehlt und die Landwirtschaft mit immer mehr Bürokratie belastet wird. Für einen funktionierenden Naturschutz braucht es ausreichend finanzielle Mittel“, betonte Rosenkranz und rief die EU auf, dem Naturschutz künftig wieder mehr Priorität einzuräumen.

„Es geht darum, unsere Heimat zu bewahren. Niederösterreich will hier weiterhin Modellregion und verlässlicher Partner im Alpenraum sein“, so Rosenkranz abschließend.

Christoph Bathelt
Pressereferent
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