ÖVP-Gorlitzer: Naturdenkmal Napoleonwald muss bestmöglich geschützt werden

Großdimensionierte Verbauung darf keinen Präzedenzfall im sensiblen Grünraum schaffen

Die Wiener Volkspartei fordert im Zusammenhang mit dem geplanten Bauvorhaben am Napoleonwald eine umfassende Prüfung sämtlicher naturschutzrechtlicher Auswirkungen sowie einen bestmöglichen Schutz des geschützten Naturdenkmals und des bestehenden Baumbestandes.

„Der Napoleonwald ist ein ökologisch sensibler Naturraum und ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung in Hietzing. Gerade an einem derart sensiblen Standort braucht es besondere Vorsicht und eine sorgfältige Prüfung aller Auswirkungen auf Natur, Ortsbild und Lebensqualität“, betont der Hietzinger Gemeinderat Michael Gorlitzer.

Seit Jahren gebe es massive Bedenken von Anrainerinnen und Anrainern sowie Umweltorganisationen gegen das geplante Wohn- und Büroprojekt samt Tiefgarage am Rand des Napoleonwaldes. Besonders kritisch gesehen würden die Dimensionen des Projekts, mögliche Auswirkungen auf den geschützten Baumbestand sowie die Frage, ob Teile der betroffenen Liegenschaft selbst vom Naturdenkmal umfasst sind. Zuletzt wurde öffentlich bekannt, dass laut Auskünften der zuständigen Stellen Teile des Projektgrundstücks tatsächlich innerhalb des Naturdenkmals liegen könnten.

„Großdimensionierte und ortsunübliche Verbauungen dürfen in sensiblen Grün- und Einfamilienhausgebieten keinen Präzedenzfall schaffen. Der Schutz bestehender Grünräume und Naturdenkmäler muss bei der Stadtentwicklung oberste Priorität haben“, so Gorlitzer weiter.

Die Wiener Volkspartei bringt daher im Wiener Gemeinderat einen entsprechenden Beschlussantrag ein. Darin wird die zuständige Stadträtin ersucht sicherzustellen, dass sämtliche naturschutzrechtlichen Auswirkungen umfassend geprüft werden und auch untersucht wird, ob die Dimension des Projekts mit dem bestehenden Ortsbild und dem Charakter der umliegenden Einfamilienhausgegend vereinbar ist. Zusätzlich soll geprüft werden, ob der Flächenwidmungsplan überarbeitet werden kann.

„Gerade in einem sensiblen Gebiet wie dem Napoleonwald braucht es eine Stadtentwicklung mit Augenmaß statt einer Politik vollendeter Tatsachen“, betont Gorlitzer abschließend.

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