Jubiläum in der „Republic of Gods“: Eröffnung der 75. Wiener Festwochen 2026 am 22. Mai – live-zeitversetzt in ORF 2, 3sat und auf ORF ON

Lustvolles Zusammenführen von scheinbar Unvereinbarem – Heldenplatz erstmals Schauplatz des Openings

Seit 75 Jahren, seit ihrer Gründung 1951, stehen die Wiener Festwochen für Tradition und Innovation, Avantgarde und Experiment gleichermaßen und zählen heute zu den bedeutendsten europäischen Bühnen für visionäres und diskursives Kunst- und Kulturschaffen. Sein Jubiläum feiert das Festival 2026 von 15. Mai bis 21. Juni mit einer programmatischen Selbstbeschreibung: „75 Jahre Schönheit und Skandal, 75 Jahre Kunstreligion“. So erklären sich die Festwochen – nach der Ausrufung der „Freien Republik Wien“ 2024 und der „Republik der Liebe“ 2025 – nun im dritten Jahr der Intendanz von Milo Rau zur „Republic of Gods“, die heuer mit insgesamt 35 internationalen Produktionen und rund 170 Vorstellungen an Schauplätzen in ganz Wien aufhorchen lässt. Offizieller Auftakt des Crossover-Festivals ist auch 2026 die traditionell vom ORF übertragene Festwocheneröffnung, die diesmal ESC-bedingt in der zweiten Woche und erstmals am Heldenplatz (statt am Rathausplatz, wo noch das Eurovision Village abgebaut wird) stattfindet. Dort wurde heute, am Mittwoch, dem 20. Mai, im Rahmen einer Pressekonferenz das Programm des spektakulären Openings vorgestellt. Gemeinsam mit Festwochen-Intendant Milo Rau begrüßten Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl, u. a. in Anwesenheit teilnehmender Akteurinnen und Akteure wie des musikalischen Leiters der Show, Herwig Zamernik, der ukrainischen Künstlerin Marichka Shtyrbulova vom Kiewer Kollektiv Opera Aperta, der deutschen Singer-Songwriterin Lara Hulo, die coram publico ihren musikalischen Beitrag zur Eröffnung – den Song „Für Änni“ – zum Besten gab, weiters Countertenor Steve Katona und Günter Roiss vom WITAF – Verein im Dienste der Gehörlosen, der die Veranstaltung auch heuer wieder für gehörlose und hörbehinderte Menschen interpretieren wird.

Passend zum Thema des Jubiläumsjahres will die Eröffnung weniger Festakt als künstlerische Zeremonie sein: Wien wird zum Ort, an dem Hochkultur und Pop, Ritual und Gegenwart, Ernst und Überzeichnung bewusst aufeinandertreffen. Dem Wiener Heldenplatz als große Bühne für das Opening kommt als historischer Ort, der in besonderer Weise mit der Idee von Erinnerung, Öffentlichkeit und Gegenwartskultur verbunden ist, eine spezielle Bedeutung zu. Im Zentrum der Show steht die „Godmother of Punk“ – die für ihre künstlerische Unabhängigkeit, politischen Eigensinn und die Verbindung von Poesie, Rock und Widerstand bekannte US-amerikanische Punk- und Rockmusikerin, Singer-Songwriterin, Lyrikerin, Fotografin und Malerin Patti Smith, die gemeinsam mit der Band „Gods Republic“ und dem Schmusechor auftritt. Das Konzept des Abends ist ein gezielter Genre-Crash: Gospel trifft auf Punk, Klassik auf Schlager. Die Festwochen sprechen von „schamlosem Synkretismus“ – einem lustvollen Zusammenführen von scheinbar Unvereinbarem – und spielen dabei auch mit dem Bild neuer und alter Göttinnen und Götter, die als Idole, Projektionen oder Stimmen nebeneinanderstehen. Der Heldenplatz wird so nicht nur Konzertfläche, sondern ein öffentlicher Resonanzraum zwischen Andacht und Aufruhr.

Neben Patti Smith stehen zahlreiche weitere Musiker:innen und Gäste auf dem Programm, die diese Vielstimmigkeit und Vielseitigkeit erweitern – darunter etwa das Duo Cari Cari mit seinem cineastischen Indie-Rock, NENDA mit mehrsprachigem Rap, Lara Hulo mit rotzig-intimem Chanson-Pop, Witch Club Satan als brachiale, performative Metal-Intervention und viele mehr. So entsteht ein Abend, der Wien in guter Tradition als Stadt der kulturellen Mischformen zeigt: spektakulär, direkt, kollektiv – und bewusst unberechenbar.

Für ein internationales Fernsehpublikum überträgt der ORF die Eröffnung der 75. Wiener Festwochen am Freitag, dem 22. Mai, live-zeitversetzt um 22.35 Uhr in ORF 2 und 3sat sowie auf ORF ON. Die ORF-TV-Regie übernimmt wieder Felix Breisach, der auch die ORF-Dokumentation „Schönheit und Provokation – 75 Jahre Wiener Festwochen“ gestaltet hat. Das Opening wird heuer wieder für gehörlose und hörbehinderte Zuseher:innen mit Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) angeboten und von ÖGS-Dolmetscherinnen und -Dolmetschern live übersetzt – zu sehen auf ORF 2 Europe (via Satellit und Kabel), ORF 2 W (in SD via Antenne) und auf ORF ON via Live-Stream.

Veronica Kaup-Hasler: „Öffnet das Fenster zur Welt“

„Die Wiener Festwochen sind seit 75 Jahren unverzichtbarer Teil des kulturellen Lebens unserer Stadt. Seit sieben Jahrzehnten beleben sie Wien mit einem Feuerwerk an internationalen Spitzenproduktionen verschiedenster künstlerischer Handschriften und Theatersprachen, ermöglichen Auseinandersetzungen und fördern Diskurse der Stadtgesellschaft. Getragen vom Anspruch der kulturellen Teilhabe ist die Eröffnung eine Einladung an alle Wiener:innen und Gäste gemeinsam zu feiern, diese besondere Gelegenheit der Begegnung zu nutzen und am Dialog teilzunehmen. Dieser Moment strahlt weit über die Stadtgrenzen hinaus – und öffnet das Fenster zur Welt“, betont Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Milo Rau: „Große wilde Feier von 75 Jahren Schönheit und Skandal!“

„Es ist uns eine große Freude und Ehre, die Jubiläumsausgabe der Festwochen auf dem Held:innenplatz zu eröffnen. Von Patti Smith bis zur festivaleigenen Band Gods Republic, von NENDA über Cari Cari bis zur ukrainischen Sängerin Marichka Shtyrbulova, vom Schmusechor bis zu Witch Club Satan: Heldinnen und Helden, Göttinnen und Götter der Musik und des Widerstands versammeln sich zur großen, wilden Feier von 75 Jahren Schönheit und Skandal!“, jubelt Intendant Milo Rau.

Martin Traxl: „Bunt schillernd, experimentell und vereint in Vielfalt“

ORF-TV-Kulturchef Traxl: „Bei den Wiener Festwochen stand das Tor zur Welt immer ein wenig weiter offen als üblich. Zum 75-jährigen Jubiläum zeigt sich die Stadt erneut bunt schillernd, experimentell und vereint in Vielfalt. Ein Zeichen des Zusammenhalts und der Lebensfreude, aber auch des kreativen Widerstands, das wir gerne in die Welt hinaustragen – als Partner und Multiplikatoren der Kunst.“

ORF-Schwerpunkt: Patti-Smith-Porträt, Jubiläumsdoku, „kulturMONTAG“, „Kultur Heute“, aktuelle Berichterstattung in TV, Radio und online

Der ORF als langjähriger Medienpartner begleitet die Wiener Festwochen auch im Jubiläumsjahr und startete seinen Schwerpunkt bereits am 11. Mai u. a. mit dem Filmporträt „Patti Smith: Poesie und Punk“, gefolgt am 18. Mai von der bereits erwähnten Doku „Schönheit und Provokation – 75 Jahre Wiener Festwochen“ sowie einer „kulturMONTAG“-Ausgabe, die sich mit der vom Festival in Kooperation mit dem Wiener Museum für angewandte Kunst gestalteten Ausstellung für den 2010 verstorbenen Regisseur, Aktivisten und Autor Christoph Schlingensief befasste. Alle bisher ausgestrahlten Programmpunkte sind weiterhin auf ORF ON verfügbar. Neben aktueller TV-Kulturberichterstattung in ORF 2 im Rahmen von „Zeit im Bild“, in „Daytime“-Sendungen und „Wien heute“ wird sich auch das werktägliche ORF-III-Magazin „Kultur Heute“ (19.40 Uhr) den Wiener Festwochen 2026 widmen. So steht am Montag, 1. Juni, eine Schwerpunktausgabe auf dem Programm, in der Intendant Milo Rau zu Gast ist und über das diesjährige Festivalprogramm, internationale Produktionen und künstlerische Akzente spricht.

Ö1 berichtet ausführlich über die Wiener Festwochen 2026, u. a. in den Ö1-„Journalen“ und im Ö1-„Kulturjournal“ (Montag bis Freitag, 17.09 Uhr). Unter dem Titel „Umbruch der Gesellschaft“ widmet sich die Ö1-Reihe „Betrifft: Geschichte“ (Montag, 22., bis Freitag, 26. Mai, 15.55 Uhr) der in den 1970er Jahren von den Festwochen initiierten alternativen Programmschiene für junge Menschen namens Arena, die später durch die als „Arena-Besetzung“ bekannt gewordene Initiative in die Wiener Stadtgeschichte einging. Ö1 sendet außerdem eine Aufzeichnung der von Suzanne Kennedy inszenierten Richard-Wagner-Oper „Parsifal“ (Samstag, 27. Juni, 19.00 Uhr), die vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der musikalischen Leitung von Yi-Chen Lin im Wiener MuseumsQuartier aufgeführt wird. Auf ORF Sound ist ein „Diagonal zur Person: Florentina Holzinger“ nachzuhören – die Performancekünstlerin vertritt Österreich bei der Kunstbiennale und inszeniert bei den Wiener Festwochen ein „Pfingstspiel“. Im Wiener ORF RadioKulturhaus finden mehrere Veranstaltungen des Festivals statt, u. a. das diesjährige „Gipfeltreffen“ der „Akademie Zweite Moderne“ sowie zwei „Akademie“-Konzerte, die Ö1 in „Zeit-Ton extended“ (freitags, 3. und 10. Juli, jeweils ab 23.03 Uhr) sendet. FM4 bringt neben Vorberichten u. a. eine Reportage über die Vorbereitungen zur Festwochen-Eröffnung am Wiener Heldenplatz und verlost Tickets für ausgesuchte Festivalproduktionen im Rahmen einer Vorschaugeschichte auf https://fm4.ORF.at.

Im Rahmen der aktuellen Kulturberichterstattung widmen sich weiters zahlreiche Channels des ORF.at-Netzwerks – von news.ORF.at und wien.ORF.at über oe1.ORF.at bis zu ORF Sound und ORF ON – dem Kulturereignis. Der ORF TELETEXT informiert im Rahmen der Kultur-Topstory (Seite 110) und des Magazins „Kultur und Show“ (ab Seite 190) über Eröffnung, Höhepunkte und Programm (Seite 415).

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender