
Regierung plant radikale Kürzung der Universitätsbudgets
Die geplante Budgetkürzung würde unserem Land nachhaltig Schaden zufügen
Der ULV warnt die Bundesregierung vor der Umsetzung von Einsparungsmaßnahmen, die seit zwei Tagen kolportiert werden. Die Rede ist von einer nominellen Budgetkürzung von 1 Milliarde Euro gegenüber dem aktuellen Budget für die laufende Leistungsvereinbarungsperiode, d. h. die Universitäten hätten ab 2028 unter Berücksichtigung der Inflation keine Geldmittel mehr, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Angesichts des budgetären Personalaufwands von mittlerweile 80% liegt es auf der Hand, dass es bei Umsetzung dieser Pläne zu massiven Einschnitten im Personalbereich kommen müsste.
Der ULV erinnert daran, dass die ca. 67000 Beschäftigten an den österreichischen Universitäten mit einem sehr geringen Gehaltsabschluss für 2026 und 2027 einen wesentlichen Beitrag zum Pakt für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) geleistet haben. Die Sozialpartner durften eigentlich darauf vertrauen, dass dies im Hinblick auf eine grundsätzliche Ausfinanzierung der Universitäten für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode geschehen ist. Mit der geplanten Radikalkürzung jedoch wird die grundsätzliche gesellschaftliche Übereinkunft zur Finanzierung des tertiären Bildungsbereichs durch ein enormes Ausmaß einer Ausdünnung gefährdet, sodass grundlegende Leistungsspektren nicht mehr erfüllbar sein werden:
Universitäten liefern die Grundlagen für Zukunftsinvestitionen, sie sorgen für Konjunkturbelebung, erhöhen die Produktivität und bilden die Fachkräfte heran, die wir im internationalen Wettbewerb so dringend benötigen. Die geplanten Einsparungsmaßnahmen für die Universitäten stellen einen Angriff auf das wirtschaftliche Standing Österreichs, aber auch auf öffentliche Güter dar, wenn man insbesondere an die medizinische Versorgung unseres Landes denkt. Die geplante Budgetkürzung würde unserem Land nachhaltig Schaden zufügen.
Die Leitungsgremien der Universitäten, die Vertretungen des Personals und die Studierendenvertretungen sind sich einig, dass dieser Budgetplan verhindert werden muss und ausreichende Mittel für die unabdingbaren Leistungen der Universitäten, wie sie für unsere Wissensgesellschaft erforderlich sind, zur Verfügung gestellt werden müssen.
Stefan Schön
Verband des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals der
österreichischen Universitäten (ULV)
Dr. Stefan Schön, Pressesprecher
Telefon: +4369911240984
E-Mail: schoen@mdw.ac.at
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