Samariterbund: Reform des Sanitätergesetzes endlich umsetzen

Internationale Beispiele zeigen: Moderne Rettungssysteme entlasten Spitäler und stärken die Gesundheitsversorgung

Im Rahmen der aktuellen Diskussionen rund um die Zukunft des Rettungsdienstes begrüßt der Samariterbund, dass die dringend notwendige Novellierung des Sanitätergesetzes (SanG) wieder verstärkt im Fokus steht.

„Dass aktuell intensiv über die Weiterentwicklung des Rettungswesens diskutiert wird, ist ein wichtiges Signal. Die Reform des Sanitätergesetzes ist eines der zentralen Zukunftsthemen für das österreichische Gesundheitssystem“, erklärt Gerald Fitz, Geschäftsführer des Samariterbundes.

Der Samariterbund weist seit Langem darauf hin, dass das österreichische Rettungswesen vor großen Herausforderungen steht. Ein veraltetes SanG und fehlende nachhaltige Finanzierung erschweren dringend notwendige Weiterentwicklungen. Gleichzeitig machen medizinischer Fortschritt, steigende Einsatzzahlen und die zunehmende Belastung der Spitäler rasches politisches Handeln notwendig.

BLICK ÜBER DIE GRENZEN LOHNT SICH

Modelle wie in Bayern, den Niederlanden oder der Schweiz zeigen, welches Potenzial in einem modernen Rettungsdienst steckt. In diesen Regionen wird der Rettungsdienst nicht nur als Transportdienst verstanden, sondern als wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung: Speziell ausgebildete Sanitäter:innen übernehmen medizinische Maßnahmen direkt vor Ort und können viele Patient:innen bereits behandeln, ohne dass zwingend ein Transport ins Krankenhaus notwendig ist. Dadurch werden Ambulanzen entlastet, Ressourcen gezielter eingesetzt und Menschen in Not schneller versorgt.

„Auch Österreich muss den Rettungsdienst endlich als echten Gesundheitsdienstleister denken. Gut ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter können wesentlich mehr zur Versorgung der Bevölkerung beitragen – und damit auch das Gesundheitssystem nachhaltig entlasten“, so Fitz.

Der Samariterbund fordert daher weiterhin eine umfassende Reform des Sanitätergesetzes mit modernen und österreichweit einheitlichen Ausbildungsstandards sowie erweiterten Kompetenzen für entsprechend qualifizierte Sanitäter:innen.

Konkrete Reformvorschläge hat der Samariterbund bereits in seinem Positionspapier zur SanG-Reform vorgelegt: www.samariterbund.net/asboe-positionspapier-sang

„Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es endlich rasche politische Entscheidungen und eine Umsetzung der Reform“, so Fitz abschließend.

Franziska Springer
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